Straumann: Neue Implantate vermindern Invasivität von Behandlungen

  • Straumann führt Roxolid® SLActive®-Implantate in neuen Grössen ein, um Knochenaufbauten zu vermeiden, Operationstraumata zu verhindern, Schmerzen zu verringern und Behandlungskosten zu senken
  • Patienten unterziehen sich eher einer Implantatbehandlung, wenn ein Knochenaufbau vermieden werden kann
  • Kleine Implantate mit hoher Festigkeit und hervorragender Osseointegration eröffnen neue Behandlungsmöglichkeiten
  • Neues 4 mm Kurz-Implantat durch klinische 5-Jahres-Ergebnisse gestützt
  • Alle Roxolid SLActive Implantate werden zur Erleichterung der Handhabung mit neuem Loxim™ Transferteil ausgeliefert

 

Basel, 1. Oktober 2013: Straumann gab heute die Einführung von Roxolid SLActive Implantaten in neuen Grössen bekannt. Dies soll Zahnärzten helfen, Knochenaufbauten zu vermeiden, Operationstraumata zu verhindern, Schmerzen bei Patienten zu reduzieren und die Dauer sowie Kosten einer Behandlung zu verringern.

 

Im Zentrum steht bei den neuen Implantaten das einzigartige Material Roxolid. Es weist gegenüber reinem Titan1 – dem am häufigsten eingesetzten Material für Zahnimplantate – eine deutlich höhere Festigkeit auf. Zudem zeigte sich in einer präklinischen Studie2, dass Roxolid in Kombination mit der SLActive Oberfläche anderen hochfesten Materialien in Bezug auf die Osseointegration überlegen ist.

 

Seit seiner Lancierung Ende 2009 wurde Roxolid in den meisten wichtigen Märkten eingeführt, jedoch nur bei Straumann-Implantaten mit einem Durchmesser von 3,3 mm. Diese wurden für enge Lücken oder Patienten mit begrenztem Knochenangebot entwickelt. Die im Rahmen eines umfangreichen klinischen Programms gesammelten Erfahrungen erlauben es nun, alle Straumann-Implantate aus Roxolid anzubieten. Damit sollen die Behandlungsinvasivität reduziert und Patienten mit unzureichendem Knochenangebot die Behandlung mit Roxolid-Implantaten ermöglicht werden. Straumann Soft Tissue Level- und Bone Level-Implantate aus Roxolid sind jetzt mit einem Durchmesser von 3,3, 4,1 und 4,8 mm erhältlich. Alle neuen Implantate weisen die SLActive Oberfläche für eine schnellere Einheilung im Knochen auf und werden mit dem neuen Loxim Transferteil geliefert, um die Handhabung zu erleichtern.

 

Neues kurzes Implantat

Straumann führt ein neues Kurz-Implantat ein, das mit einer Länge von nur 4 mm das kleinste Implantat des Unternehmens ist. Während mehr als fünf Jahren wurde dieses Implantat in einer klinischen Studie3 untersucht, und es zeigte hervorragende Ergebnisse. Das Kurz-Implantat wurde entwickelt, um Patienten, deren vertikales Knochenangebot für konventionelle Implantate unzureichend ist, umfangreiche Knochenaufbauten zu ersparen. Das neue Soft Tissue Level-Implantat mit einem Durchmesser von 4,1 und 4,8 mm ist in Europa, Australien und Neuseeland erhältlich. Die Einführung in Nordamerika und weiteren Märkten ist vorgesehen und wird nach Erteilung der behördlichen Zulassungen erfolgen.

 

Notwendigkeit eines neuen Materials

Reines Titan ist bekannt für seine biologische Verträglichkeit im menschlichen Körper, seine Fähigkeit, sich mit dem Knochen zu verbinden, seine Korrosionsbeständigkeit und seine Festigkeit. Bei Implantaten oder Komponenten mit kleinem Durchmesser sind die mechanischen Einsatzmöglichkeiten von Titan jedoch eingeschränkt. So wurde nach Alternativen gesucht, um biomechanische Festigkeit bei unveränderter Osseointegration zu erreichen.

 

Roxolid ist eine Legierung aus Titan und Zirkon. Es sind die einzigen beiden in der Implantologie gängigen eingesetzten Metalle, die das Wachstum von Osteoblasten, den für die Osseointegration notwendigen knochenbildenden Zellen, nachweislich nicht hemmen4. Im Gegensatz zu anderen Legierungen lässt sich Roxolid mit der SLActive Oberflächentechnologie von Straumann kombinieren, welche die Einheilung in den Knochen verbessert. Roxolid verbindet eine hohe Ermüdungs- und Zugfestigkeit mit einer hervorragenden Osseointegration und wurde entwickelt, um die Zuverlässigkeit und das Vertrauen bei Implantaten mit geringem Durchmesser zu erhöhen5,6,7,8.

 

Eines der umfangreichsten klinischen Programme

Roxolid wird seit über fünf Jahren in einem umfassenden Programm von klinischen und präklinischen Studien untersucht. Mit 17 Veröffentlichungen – acht klinische Studien und neun präklinische Studien – ist es eines der grössten Forschungsprogramme, das von einem Anbieter von Zahnimplantaten bislang durchgeführt wurde. Es umfasst doppelblinde, randomisierte, kontrollierte Studien und Anwendungsbeobachtungen zur Beurteilung von Roxolid-Implantaten in der täglichen Praxis. Zudem wurde die Leistungsfähigkeit von Roxolid-Implantaten in engen Lücken und im Frontzahnbereich untersucht.

 

Die Überlebens- und Erfolgsraten waren allgemein extrem hoch. Beispielsweise lag die Überlebensrate von Roxolid-Implantaten mit kleinem Durchmesser in einer multizentrischen Studie6 nach drei Jahren bei 99%. Ausserdem war der beobachtete durchschnittliche krestale Knochenverlust minimal.

 

Loxim: perfekte Handhabung

In den letzten Jahren hat sich Straumann stark für die Perfektionierung der Implantathandhabung eingesetzt. Im Zentrum dieser Anstrengungen stand dabei, die Anwenderfreundlichkeit mit kompromissloser Präzision und Verlässlichkeit zu verbinden. Roxolid SLActive-Implantate werden mit dem neuen Transferteil Loxim ausgeliefert, das sich nach der Insertion schneller und einfacher vom Implantat ablösen lässt und so dem Chirurgen die Arbeit erleichtert. Loxim wurde in Zusammenarbeit mit einem internationalen Team von renommierten Kieferchirurgen aus verschiedenen Praxen und Universitäten entwickelt und verlangt ein aussergewöhnlich hohes Mass an Präzision in der Fertigung.

 

Roxolid SLActive-Implantate sind jetzt in Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland als Soft Tissue Level und Bone Level-Implantate erhältlich. Weitere Märkte werden nach Erhalt der behördlichen Zulassungen folgen.

 

Mehr zu Roxolid: www.straumann.com/roxolid

 

 

Über Straumann

Straumann (SIX: STMN) mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein weltweit führendes Unternehmen für implantatbasierte, restaurative sowie regenerative Zahnmedizin. Zusammen mit führenden Kliniken, Forschungsinstituten und Hochschulen erforscht und entwickelt Straumann Dentalimplantate, Instrumente und CADCAM-Prothetik für Zahnersatzlösungen sowie Produkte für die Geweberegeneration resp. zur Verhinderung von Zahnverlusten. Insgesamt beschäftigt die Straumann-Gruppe rund 2‘300 Mitarbeitende weltweit. Ihre Produkte und Dienstleistungen werden über eigene Vertriebsgesellschaften und ein breites Netz von Vertriebsunternehmen in mehr als 70 Ländern verkauft.