Straumann steigert Nettoumsatz im ersten Quartal um 4% in Lokalwährungen 

 

  • Nettoumsatz von CHF 188 Mio. dank höherer Verkaufsvolumen bei Implantaten sowie neuer Produkte
  • Wachstum in allen Regionen; gutes Wachstum in Nordamerika; starke Expansion in der Region „Rest der Welt“; Ergebnis in Asien/Pazifik von Unglück in Japan leicht beeinträchtigt
  • Anhaltender negativer Währungseffekt schmälert Umsatz um CHF 19 Mio.
  • Zusammenarbeit mit Dental Wings, 3M ESPE und VITA verschafft CADCAM-Kunden zusätzliche Flexibilität
  • Starke Präsenz an fünf internationalen Dentalfachkongressen, um innovative Produkte, Lösungen und Dienstleistungen vorzustellen
  • Stellenantritt eines neuen Chief Financial Officers im zweiten Halbjahr 2011 erwartet

 

 

 

UMSATZZAHLEN

 

 

 

 

 

 

1. Quartal 2011

 

 

 

 

 

(in CHF Mio.)

2011

 

2010

Veränderung

in CHF

Veränderung

in LW

Nettoumsatz Gruppe

188.4

 

199.2

(5.4%)

4.3%

 

 

 

 

 

 

Europa

113.9

 

125.0

(8.8%)

2.2%

in % vom Nettoumsatz

60.5%

 

62.7%

 

 

Nordamerika

40.1

 

41.6

(3.7%)

8.0%

in % vom Nettoumsatz

21.3%

 

20.9%

 

 

Asien/Pazifik

25.5

 

25.5

0.0%

2.2%

in % vom Nettoumsatz

13.5%

 

12.8%

 

 

Rest der Welt

8.9

 

7.1

24.8%

26.9%

in % vom Nettoumsatz

4.7%

 

3.6%

 

 

 

 

Basel, 27. April 2011: Während die Dentalmärkte weiterhin auf einen substanziellen Aufschwung warten, gab Straumann heute für das erste Quartal einen Anstieg des Nettoumsatzes um 4% in Lokalwährungen (LW) bekannt. Eine weitere Stärkung des Schweizer Frankens gegenüber den für Straumann wichtigsten Fremdwährungen führte zum höchsten negativen Währungseffekt (9 Prozentpunkte), den die Gruppe bislang verzeichnet hat. In der Folge blieb der Nettoumsatz von CHF 188 Mio. um 5% hinter dem Ergebnis des Vorjahresquartals zurück. Das Wachstum der Gruppe wurde durch Volumensteigerungen – insbesondere im Implantatgeschäft – und Verkäufe von Scannerausrüstungen getragen. Die Gruppe geht weiterhin davon aus, 2011 den Markt erneut zu übertreffen.

 

Beat Spalinger, President & CEO von Straumann, erläuterte: „Wir haben im ersten Quartal gute Fortschritte erzielt und generieren im für uns zentralen Implantatgeschäft weiterhin Volumenwachstum. Wir sind wichtige Partnerschaften eingegangen, welche die Breite und Leistungsfähigkeit unserer Digital Solutions-Plattform stärken, und sind in der regenerativen Zahnheilkunde in neue Segmente vorgestossen. Unsere starke und erfolgreiche Präsenz an kürzlich veranstalteten Dentalfachmessen – insbesondere der IDS – unterstreichen die Attraktivität unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sowie unsere Innovationskraft und die Stärke unserer Marke.“

 

 

GESCHÄFTSGANG UND ERGEBNISSE IN DEN REGIONEN

Das Umsatzwachstum ist insbesondere den Implantatvolumen zu verdanken, wozu der anhaltende Erfolg des Bone Level-Sortiments einen wesentlichen Beitrag leistete. Bewährte Konstruktionsmerkmale wie die konische CrossFit® Verbindung, das Bone Control Design, die SLActive® Oberfläche sowie prothetische Flexibilität tragen weiterhin dazu bei, Kunden zu gewinnen.

 

Das Hochleistungs-Implantatmaterial Roxolid® von Straumann trug ebenfalls zum Wachstum bei, zusätzliche Impulse lieferten die Einführung von CARES® Digital Solutions und insbesondere die Intraoral- und Laborscanner. Erste Verkäufe der neuen Hydrogelmembran Straumann MembraGel® kurbelten den Umsatz weiter an.

 

Alle Regionen verzeichneten im ersten Quartal anhaltendes Wachstum. Nordamerika leistete mit einem hohen einstelligen Zuwachs den Hauptbeitrag, während Europa und Asien/Pazifik bescheidenere Steigerungen erzielten. Die Region „Rest der Welt“ verzeichnete ein anhaltend dynamisches Wachstum.

 

Europa legt zu

Europa, der grösste Markt von Straumann, hatte weiterhin mit gedämpftem Verbrauchervertrauen, Staatsschulden und den Nachwirkungen der Rezession zu kämpfen. Dennoch verzeichnete Straumann ein solides Wachstum, getragen von grösseren Verkaufsvolumen bei Implantaten und vom Geschäft mit CARES Digital Solutions. Ein Höhepunkt war der Erfolg der Labor- und Intraoral-Scanner, die erst kürzlich im Markt eingeführt wurden.

 

Auf Länderebene fielen die Ergebnisse gemischt aus. Die Tochtergesellschaften in Deutschland, Grossbritannien und Frankreich erzielten weiterhin solide Ergebnisse, während Italien und Schweden leicht zurückblieben.

 

Das regionale Wachstum belief sich in der Folge auf bescheidene 2% in Lokalwährungen. Die Schwäche des Euro und des britischen Pfund gegenüber dem Schweizer Franken führte zu einem negativen Währungseffekt von 11 Prozentpunkten, so dass ein Nettoumsatz von CHF 114 Mio. resultierte.

 

Wachstum in Nordamerika weiterhin robust

In Nordamerika stieg der Nettoumsatz um 8% in LW auf ein Quartals-Rekordniveau, angetrieben durch solide Implantatverkäufe, die Einführung des neuen CARES CADCAM-Systems und die nachhaltige Wachstumsdynamik von Straumann Allograft. Dennoch wirkte sich der negative Währungseffekt sogar noch stärker als in Europa aus und drückte das regionale Wachstum in Schweizer Franken um beinahe 12 Prozentpunkte. Der Nettoumsatz verringerte sich daher nur leicht auf CHF 40 Mio.

 

Stabilisierung in Asien/Pazifik

Obschon die Nachrichten aus Asien zuletzt von den Ereignissen in Japan beherrscht wurden, führten das Erdbeben und der Tsunami im März glücklicherweise zu keinen direkten Schäden, Verletzten oder gar Verlusten bei Straumann. Dank des Einfallsreichtums, des Muts und der Zielstrebigkeit des lokalen Teams vermochte das Unternehmen seine Dienstleistungen und den Kundensupport weiterhin zu erbringen. Darüber hinaus hat Straumann in Japan erfolgreich ihre Bone Level-Implantatlinie eingeführt, die im März von den Behörden zugelassen wurde und es dem Unternehmen ermöglicht, auch dort eine umfassende Auswahl von Optionen für Implantate auf Weichgewebe- sowie auf Knochenniveau anzubieten. Der Umsatz in Japan im ersten Quartal ging daher nur leicht zurück; was vom anhaltenden dynamischen Wachstum in China und der positiven Entwicklung in Australien ausgeglichen wurde. Im Ergebnis erhöhte sich der Nettoumsatz von Straumann in der Region um 2% in Lokalwährungen, verblieb jedoch wegen des leicht negativen Währungseffekts bei CHF 26 Mio. Mit Blick auf die Zukunft rechnet Straumann damit, dass sich die allgemeine Lage in Japan zwar auf das dortige Geschäft auswirken wird, das Ausmass sich aber zurzeit noch nicht abschätzen lässt.

 

Starkes Wachstum im Rest der Welt

Im „Rest der Welt“ stieg der Nettoumsatz um 27% in Lokalwährungen resp. 25% in Schweizer Franken, was auf Kundenzugewinne in Brasilien und eine starke Geschäftsentwicklung der Länder im Nahen Osten zurückzuführen ist. Mit einem Nettoumsatz von CHF 9 Mio. leistete die Region einen Beitrag von knapp 5% zum Gesamtergebnis der Gruppe.

 

 

POSITIONIERUNG ALS BEVORZUGTER PARTNER FÜR DEN GESAMTEN PROZESSABLAUF IN DER RESTAURATIVEN ZAHNMEDIZIN

 

Zusammenarbeit von Straumann, 3M ESPE und Dental Wings zur Etablierung eines führenden Softwarestandards in der Dentalbranche

Die rasche Ausbreitung inkompatibler digitaler Systeme in der Dentalbranche führt zu Unübersichtlichkeit und verminderten Wachstumsmöglichkeiten. Straumann arbeitet deshalb mit Dental Wings und 3M ESPE zusammen, um DWOS als offenen Softwarestandard zu etablieren. Dieser soll für die Kunden erhöhte Flexibilität sowie Verlässlichkeit gewährleisten und gleichzeitig den Zeitaufwand sowie die Schulungskosten verringern. Die Kompatibilität der Software wird es Straumann ermöglichen, ihr CARES CADCAM-System für den Datenaustausch gezielt zu öffnen und Benutzern von Scannern anderer Hersteller erlauben, qualitativ hochwertige Straumann CARES-Versorgungen zu gestalten und fertigen zu lassen. Straumann arbeitet derzeit an der Integration von DWOS und erwartet, es als Bestandteil neuer Lösungen Anfang Herbst lancieren zu können. Straumann gab darüber hinaus seine Absicht zum Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an Dental Wings bekannt.

 

Fachmessen als Bühne für Innovationen

Im ersten Quartal fanden wichtige internationale Dentalkongresse statt, darunter insbesondere der CIOSP in São Paulo, die International Dental Conference & Arab Dental Exhibition in Dubai, das Chicago Midwinter Meeting, der Jahreskongress der American Academy of Osseointegration in Washington und die Internationale Dental-Schau (IDS) in Köln mit insgesamt mehr als 240’000 Besuchern. Straumann war an all diesen Anlässen prominent vertreten und nutzte sie, um neue Produkte und Lösungen vorzustellen oder einzuführen.

 

Neue Software mit verbesserter Funktionalität

Neben der Präsentation des CARES CS2 Labor- und des iTero® Intraoral-Scanners kündigte Straumann neue Software mit erweiterten Funktionalitäten für die geführte Chirurgie und für CADCAM an.

 

Versorgungen von Straumann auf Implantaten von Mitbewerbern

Eine unscheinbares, aber dennoch äusserst wichtiges an der IDS eingeführtes Produkt ist die CARES Variobase-Kappe. Sie ermöglicht es Kunden, Implantate bestimmter Mitbewerber mit CADCAM-Sekundärteilen von Straumann zu kombinieren.

 

Arbeitsablauf zur Herstellung implantatgestützter Restaurationen jetzt komplett digital

Die nahtlose Konnektivität von Straumann CARES Digital Solutions ermöglicht jetzt die vollständige Digitalisierung des Arbeitsablaufs bei der Herstellung implantatgestützter Restaurationen – von der Abdrucknahme über die Gestaltung bis zur Fertigung. Die gefräste Prothetik muss jedoch weiterhin vom Labor im Kiefermodell des Patienten fertig gestellt werden. Das neue repositionierbare Implantat-Analog von Straumann ist die Schlüsselkomponente für das Aufsetzen der Prothetik auf das Modell. An der IDS lancierte das Unternehmen Implantat-Analoge für iTero- und 3M ESPE Lava-Systeme.

 

CARES CADCAM verschraubte Stege und Brücken

Straumann gab auch die Verfügbarkeit von mittels CADCAM aus Kobalt-Chrom oder Titan gefrästen verschraubten Stegen und Brücken bekannt.

 

Weitere Materialoptionen

Anfang April lancierte Straumann zwei zusätzliche Glaskeramikoptionen für CADCAM-Prothetik. Kunden in Europa haben nun die Möglichkeit, CARES CADCAM Inlays, Onlays, Veneers, Kronen und Teilkronen aus VITA Mark II- und TriLuxe-Glaskeramik zu bestellen. Dank der grossen Auswahl an Farbschattierungen, hoher Transluzenz und Dauerhaftigkeit haben sich diese als bevorzugte Materialien für Restaurationen mit höchsten ästhetischen Ansprüchen etabliert. Damit bietet Straumann eines der breitesten Portfolios von Prothetikmaterialien an. Das Unternehmen arbeitet gemeinsam mit 3M ESPE an einem neuen Zahnersatzmaterial zur Optimierung der Arbeitsabläufe bei implantatgestützten Restaurationen.

 

Straumann erwartet einen neuen Chief Financial Officer im zweiten Halbjahr

Die Suche nach einem neuen CFO ist bereits weit fortgeschritten. Die Gruppe ist zuversichtlich, dass die Position in den kommenden Monaten besetzt werden kann.

 

 

AUSBLICK (unter Vorbehalt unvorhergesehener Ereignisse)

Straumann geht davon aus, dass sich ihre wichtigsten Märkte allmählich weiter erholen – vorausgesetzt, dass sich die allgemeine Konjunktur nicht verschlechtert. Angesichts des anhaltend gedämpften Konsumklimas ist die Gruppe hinsichtlich Prognosen über die Rückkehr der Märkte zu einem nachhaltigen, soliden Wachstum weiterhin vorsichtig. Sie erwartet für 2011 ein währungsbereinigtes Marktwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.

 

Aufgrund ihrer klinisch bewährten Produkte, ihrer organisatorischen Stärke, ihrer differenzierten Dienstleistungen und der Produkteinführungen im Jahr 2010 ist die Gruppe überzeugt, dass sie erneut ein überdurchschnittliches Wachstum erzielen kann. Angesichts der anhaltenden Volatilität und Unsicherheit an den Finanzmärkten – insbesondere im Hinblick auf die Wechselkurse – bleibt Straumann bezüglich Margenprognosen vorsichtig. In der Schweiz fällt die Mehrheit der Kosten an, doch werden über 90% des Geschäfts von Straumann ausserhalb abgewickelt. Da der Euro und der US-Dollar Ende 2010 historische Tiefststände markierten, ist zumindest für einige Zeit im Jahr 2011 mit negativen Währungseinflüssen zu rechnen.

 

Straumann wird auch 2011 in alle Geschäftsbereiche, ihre Innovationspipeline sowie in ihre Marketing- und Vertriebsorganisation investieren, um überlegene Behandlungslösungen und Dienstleistungen anbieten zu können. Die Gruppe wird zudem ihre Bemühungen zur Effizienzsteigerung fortsetzen. Die voraussichtlich anhaltende Stärke des Schweizer Frankens wird weiteren Druck auf den Gewinn ausüben.

 

Es ist zurzeit äusserst schwierig, die Auswirkungen der kürzlichen Ereignisse in Japan auf den lokalen Dentalmarkt vorherzusagen. Straumann wird in Anbetracht der Situation die Werthaltigkeit der mit der Akquisition des japanischen Distributors bilanzierten immateriellen Vermögenswerte überprüfen. Obwohl es weiterhin zu früh für konkrete Aussagen ist, kann eine Wertminderung nicht ausgeschlossen werden.

 

Straumann ist – allfällige Auswirkungen des Unglücks in Japan auf Verkäufe und Gewinne ausgenommen – auch trotz der oben genannten Faktoren zuversichtlich, die operative Marge (EBIT) 2011 auf einem Niveau von ca. 20% halten zu können.