Straumann: solides Umsatzwachstum, Rentabilität deutlich gesteigert

  • Umsatzsteigerung um 5% (LW) auf CHF 359 Mio. im ersten Halbjahr bzw. 3% (LW) im zweiten Quartal dank guter Resultate in Japan und den Schwellenmärkten
  • Solide Entwicklung in Nordamerika, Europa verzeichnet v.a. aufgrund der Osterfeiertage einen Umsatzrückgang
  • Deutliche Erhöhung des Betriebsgewinns um 32% – Währungseffekte wurden dank höherer Volumen und Kostensenkungen mehr als ausgeglichen
  • Strategie weiterer Erschliessung des dynamischen asiatischen Markts: Vereinbarung zur Übernahme von Vertriebsaktivitäten in China; Investitionen in MegaGen und Biodenta
  • Mehrere Produktlancierungen, Kooperationen und Investitionen in neuste Technologien untermauern Innovationsführerschaft
  • Gruppe bestätigt Jahresprognose, die Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich und eine verbesserte Betriebsgewinnmarge vorsieht

 

KENNZAHLEN

 

 

 

 

 

 

 

 (in CHF Mio.)

H1 2014

H1 2013

H1 2013

 

ausgewiesen

ausgewiesen

vor Sondereffekten1

Umsatz

359.1

354.8

 

   Veränderung CHF in %

1.2

(1.9)

 

   Veränderung LW in %

4.6

(1.7)

 

 

 

 

 

Bruttogewinn

283.4

276.2

 

   Marge in %

78.9

77.8

 

   Veränderung in %

2.6

(0.8)

 

 

 

 

 

EBITDA

88.8

74.5

80.0

   Marge in %

24.7

21.0

22.5

   Veränderung in %2

19.1

5.0

12.7

 

 

 

 

Betriebsgewinn (EBIT)

75.0

56.8

62.3

   Marge in %

20.9

16.0

17.6

   Veränderung in %2

32.0

4.1

14.1

 

 

 

 

Reingewinn

68.7

53.7

 

   Marge in %

19.1

15.1

 

   Veränderung in %

28.0

20.5

 

 

 

 

 

Gewinn pro Aktie
(unverwässert, in CHF)

4.42

3.48

 

 

 

 

 

Free cash flow3

37.6

34.7

 

    Marge in %

10.5

9.8

 

 

 

 

 

Mitarbeitende (am 30. Juni)

2278

2313

2313

 

 

Basel, 26. August 2014: Im ersten Halbjahr 2014 verzeichnete die Straumann-Gruppe ein solides Umsatzwachstum in Lokalwährungen (LW). Trotz negativer Währungseffekte konnte die Rentabilität dank des „Operating Leverage“-Effekts und der nunmehr vollen Auswirkungen der im letzten Jahr eingeführten Kostensenkungsmassnahmen deutlich verbessert werden. Die starke Nachfrage nach Zahnimplantaten sorgte für einen Umsatzanstieg von 5% (LW); ungünstige Wechselkurse schmälerten das Wachstum in Schweizer Franken jedoch um 3 Prozentpunkte. Damit ergab sich für das erste Halbjahr ein Umsatz von CHF 359 Mio.

 

Alle Regionen wiesen im ersten Halbjahr ein Wachstum in Lokalwährungen aus, wobei Asien/Pazifik und Nordamerika fast zwei Drittel des Gesamtwachstums beisteuerten. Wie erwartet verlangsamte sich nach einem starken ersten Quartal das Umsatzwachstum im zweiten Quartal aufgrund der Ostertage.

 

Die Bruttomarge erhöhte sich um 110 Basispunkte auf 79%, während sich die EBIT-Marge um 490 Basispunkte auf 21% verbesserte. Ohne Währungseffekte und die im letzten Jahr angefallenen Sondereffekte belief sich der Anstieg auf 420 Basispunkte. Der Reingewinn wuchs um 28% auf CHF 69 Mio., wodurch der unverwässerte Gewinn pro Aktie um 94 Rappen auf CHF 4.42 kletterte.

 

CEO Marco Gadola kommentierte: „Mit neuen Marketingansätzen und innovativen Lösungen konnten wir weitere Kunden gewinnen, und wir sind jetzt während fünf aufeinanderfolgenden Quartalen schneller als der Markt gewachsen. Der eindrücklichste Umsatztreiber war unser einzigartiges Portfolio von Roxolid SLActive Implantaten. Diese haben für echte Premium-Produkte neue Massstäbe gesetzt und bieten Kunden sowie Patienten klare Vorteile. Mit starken Volumensteigerungen und dank der nunmehr vollen Auswirkungen unserer Massnahmen zur Kostensenkung haben wir die versprochenen Rentabilitätsverbesserungen klar erreicht. Bei unseren strategischen Zielen, ins Value-Segment vorzudringen und unsere Innovationsführerschaft zu verteidigen, haben wir Fortschritte gemacht. Dennoch müssen wir noch mehr leisten und weiter investieren, um unsere mittelfristigen Wachstumsziele zu erreichen.“

 

 

GESCHÄFTSVERLAUF

 

Das Implantatgeschäft von Straumann hat in allen Regionen stark expandiert, was vor allem dem erhöhten Anteil des Hochleistungsmaterials Roxolid® und SLActive®, der Oberflächen­technologie für verkürzte Einheilzeiten, zu verdanken war. Von wesentlicher Bedeutung waren dabei die differenzierte Preisgestaltung in Europa, die erfolgreiche Kampagne für weniger invasive Behandlungen dank Roxolid und die Einführung von SLActive Tissue-Level-Implantaten in Japan.

 

Die Gruppe konnte ihr Umsatzniveau bei restaurativen Produkten halten; der Rückgang bei zahngetragenen Prothetikelementen und Laborscannern wurde durch den höheren Absatz von Implantatprothetik ausgeglichen. Wachstumstreiber waren das neue Variobase™ Sekundärteil, individualisierte CADCAM-Sekundärteile und das neu eingeführte, umfassende Portfolio abgewinkelter Niedrigprofil-Sekundärteile für verschraubte Lösungen von Einzel­zahnversorgungen bis hin zu festsitzenden Vollprothesen.

 

Das Geschäft mit regenerativen Produkten erzielte ein solides einstelliges Wachstum, angeführt von Emdogain® und Straumann® Allograft.

 

Die Value-Marke Neodent, die auf der iberischen Halbinsel im Herbst 2013 und in den USA im Frühjahr 2014 eingeführt worden war, leistete einen ersten, aber noch bescheidenen Umsatzbeitrag.

 

 

UMSATZ NACH REGION

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(in CHF Mio.)

Q2 2014

Q2 2013

H1 2014

H1 2013

Europa

95.0

97.4

197.5

195.9

   Veränderung CHF in %

(2.5)

1.8

0.8

(3.1)

   Veränderung in LW in %

(1.5)

(0.1)

1.4

(4.4)

 

 

 

 

 

Nordamerika

46.8

47.3

92.2

92.6

   Veränderung CHF in %

(1.2)

8.2

(0.4)

4.7

   Veränderung in LW in %

5.4

8.1

5.3

4.1

 

 

 

 

 

Asien/Pazifik

28.8

26.8

51.0

49.5

   Veränderung CHF in %

7.4

(7.2)

3.0

(8.2)

   Veränderung in LW in %

15.3

0.7

12.2

(1.7)

 

 

 

 

 

Rest der Welt

8.7

8.5

18.5

16.8

   Veränderung CHF in %

3.1

1.6

10.2

(2.6)

   Veränderung in LW in %

9.0

4.1

18.6

0.7

 

 

 

 

 

GRUPPE

179.3

180.0

359.1

354.8

   Veränderung CHF in %

(0.4)

1.9

1.2

(1.9)

   Veränderung in LW in %

3.2

2.3

4.6

(1.7)

   Veränderung organisch in %4

 

3.1

 

(0.9)

               

 

Bescheidenes Wachstum im hart umkämpften europäischen Markt

Im umkämpften europäischen Markt steigerte Straumann im ersten Halbjahr den Umsatz um 1% (in LW und CHF). Dank der Intervention der Schweizerischen Nationalbank zur Stabilisierung des Wechselkurses zum Euro war nur ein geringfügig negativer Währungseffekt zu verzeichnen. Der resultierende Umsatz von CHF 198 Mio. entspricht 55% des Gruppenumsatzes.

 

Im zweiten Quartal verringerte sich der Umsatz hauptsächlich wegen der gegenüber 2013 späteren Osterfeiertage und der damit einhergehenden geringeren Anzahl Arbeitstage in Zahnarztpraxen. Die Ergebnisse in den einzelnen Ländern fielen unterschiedlich aus: In Mitteleuropa, wo Straumann über eine führende Marktposition verfügt, sanken die Umsätze. Frankreich, Belgien und Grossbritannien hingegen lieferten erneut gute Resultate, und auch die iberische Halbinsel trug positiv zum Ergebnis bei.

 

Zunehmende Wachstumsdynamik in Nordamerika

Dank der starken Nachfrage nach Implantatlösungen, Steigerungen beim Anteil am Umsatzpotenzial der Kunden („share of wallet“) und weiteren Wachstumsimpulsen durch regenerative Produkte erzielte Nordamerika, der zweitgrösste Absatzmarkt für Straumann, ein Wachstum von 5% (LW). Wegen des schwächeren US-Dollars blieb der Umsatz in Schweizer Franken auf Vorjahresniveau und erreichte CHF 92 Mio. bzw. 26% des Gruppenumsatzes.

 

Obwohl in beiden Quartalen des ersten Halbjahres der Umsatz um jeweils 5% (LW) zunahm, war die Wachstumsdynamik im zweiten Quartal grösser als in der Vorjahresperiode. Zusätzlich zu diesem positiven zugrundeliegenden Trend stehen in der Region verschiedene Wachstumsinitiativen und Produkteinführungen an, die den Umsatz ebenfalls ankurbeln sollen.

 

Starkes Wachstum in wichtigen Ländern Asiens

Vor dem Hintergrund des starken Wachstums in Japan und China stiegen die Umsätze in Asien/Pazifik in beiden Quartalen und erreichten insgesamt ein Plus von 12% (LW). Der starke negative Währungseffekt schmälerte das Ergebnis jedoch um 9 Prozentpunkte, sodass in Schweizer Franken ein Umsatzwachstum von lediglich 3% auf CHF 51 Mio. (14% des Gruppenumsatzes) resultierte.

 

Straumann profitierte von der anhaltenden allgemeinen Markterholung in Japan, dem grössten Markt der Region. Unter der Leitung des verstärkten lokalen Managementteams konnte die Gruppe Marktanteile hinzugewinnen; dabei profitierte sie von einem starken zweiten Quartal und einem aussergewöhnlichen Wachstum im ersten Quartal, als Straumann die SLActive Tissue Level-Implantate lancierte und Steuererhöhungen im April zu erhöhten Umsätzen im Vorfeld führten. Die SLActive Bone Level-Implantate von Straumann haben die behördliche Zulassung mittlerweile ebenfalls erhalten und werden im dritten Quartal erste Umsatzbeiträge leisten.

 

Auch China verzeichnete ein Umsatzwachstum. Die Gruppe hat dort erst kürzlich einen wichtigen Schritt zur Verstärkung ihrer Präsenz und zum Ausbau ihres Geschäfts unternommen. Seit 2003 hat Straumann mit Beijing Finest Medical Group (BJFM) als einzigem Vertriebspartner zusammengearbeitet, um Straumann vor allem im Geschäft mit öffentlichen Krankenhäusern als führenden Marktteilnehmer zu etablieren. Aufgrund des raschen Wachstums des Privatpraxis-Segments und der geografischen Expansion des Marktes ist nun aber ein breiterer Ansatz erforderlich.

 

Im Juli hat die Gruppe deshalb eine Vereinbarung zur Übernahme von Vertriebsaktivitäten von BJFM unterzeichnet, damit Straumann China im Rahmen eines Hybrid-Modells Produkte künftig sowohl direkt vermarkten als auch über mehrere Vertriebspartner verkaufen kann. Straumann wird dadurch mehr Kundennähe gewinnen und in neue Segmente vordringen können. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Straumann einen fixen Kaufpreis von CHF 9 Mio. an BJFM bezahlen und je nach Geschäftsentwicklung zusätzlich einen variablen Anteil von bis zu etwa CHF 18 Mio. entrichten. Straumann wird in China grössere Investitionen in den Aufbau eines beratenden Vertriebsteams und einer lokalen Aus- und Weiterbildungsorganisation tätigen, um die Chancen in diesem dynamischen Markt zu nutzen.

 

Starke Expansion im „Rest der Welt“

In der als „Rest der Welt“ bezeichneten Region mit ihrem oft unregelmässigen Bestell­verhalten stieg der Nettoumsatz um 19% (LW) auf CHF 19 Mio. bzw. 5% des Gruppenumsatzes. Der positive Trend spiegelt die gute Basis-Nachfrage nach Lösungen von Straumann insbesondere in Brasilien und Mexiko wider. Unvorteilhafte Währungskurse schmälerten das Umsatzwachstum in Schweizer Franken jedoch auf 10%. Neodent, Partner von Straumann und Marktführer in Brasilien, verzeichnete ein gutes Wachstum.

 

Im zweiten Quartal verzeichneten alle wichtigen Länder der Region ein starkes Wachstum, Mexiko und die Distributorenmärkte im Nahen Osten vermochten jedoch das aussergewöhnliche Wachstum im ersten Quartal nicht fortzuführen.

 

 

STRATEGISCHE FORTSCHRITTE

 

Neben dem strategischen Ausbau der globalen Führung im Premium-Segment hat Straumann mehrere Initiativen ergriffen, um das Value-Segment im globalen Zahnersatz-Markt mit einem Mehrmarken-Ansatz zu erschliessen.

 

Mit der Firma „Instradent“ hat die Gruppe eine Geschäftsplattform aufgebaut, die den Vertrieb und die Internationalisierung der verschiedenen Marken in ihrem Portfolio vorantreiben und koordinieren soll. Ein dediziertes Instradent-Team in Basel hat mit der Gründung von Tochtergesellschaften begonnen, um die Marken in verschiedenen Ländern aufzubauen.

 

Hohe Investitionen in den dynamischen asiatischen Markt

Jedes fünfte Zahnimplantat wird in Asien/Pazifik verkauft. Prognosen zufolge wird diese Region, die über einige der weltweit wachstumsstärksten lokalen Märkte aufweist, mittelfristig überdurchschnittlich wachsen.

 

Zusätzlich zu den erwähnten Expansionsschritten in China hat Straumann in diesem Jahr weitere Investitionen in der Region getätigt, die Zahnersatzlösungen vor allem im schnell wachsenden Value-Segment bereitstellen sollen.

 

Im zweiten Quartal hat die Gruppe in MegaGen investiert, einen der am schnellsten wachsenden südkoreanischen Anbieter von Zahnimplantaten. MegaGen ist auch in wichtigen globalen Märkten aktiv und bietet ein breites Spektrum preisgünstiger Implantatsysteme, die durch digitale und regenerative Produkte zur Unterstützung bei Implantierungen ergänzt werden. Die Investition in Form einer Wandelanleihe und einer Option zum Kauf weiterer Aktien bietet Straumann die Möglichkeit, 2016 eine Mehrheitsbeteiligung an MegaGen zu erlangen.

 

Straumann hat auch in Biodenta investiert, einen Anbieter umfassender Lösungen für Zahnärzte und Dentallabore. Das Unternehmen mit Sitz in Taiwan und der Schweiz konzentriert sich auf Schwellenmärkte, wo Straumann auf einen etablierten Partner angewiesen ist, um vollständige Lösungen bereitstellen zu können. Die Investition umfasst Wandelanleihen, über die sich Straumann bis 2019 einen Anteil von rund 12% an Biodenta sichern kann.

 

Um darüber hinaus weiteren Zugang zu attraktiven Technologie- bzw. Geschäftschancen in Asien zu erhalten, hat Straumann in einen von DM Capital geleiteten Fonds investiert. Dieser befasst sich ausschliesslich mit Anlagen im Dentalbereich und investiert in börsenkotierte sowie privat gehaltene Unternehmen in China.

 

Angebotserweiterung und Innovationsführerschaft

Neben diesen Initiativen wollen Straumann und botiss, zweitgrösster europäischer Anbieter oraler Geweberegenerationsprodukte, ihre Kräfte bündeln, um komplette Lösungen für die orale Geweberegeneration weltweit anzubieten. Die Vereinbarung umfasst Vertriebsrechte und eine Call-Option, mit der sich Straumann im Jahr 2017 einen Anteil von bis zu 30% an botiss sichern kann. Die Zusammenarbeit verschafft Straumann Zugang zu einem starken Produktportfolio, um mit dem Marktführer bei regenerativen Lösungen zu konkurrieren.

 

Kürzlich hat Straumann auch 12% des Aktienkapitals von RODO Medical, Inc. erworben. Das private Unternehmen mit Sitz in Kalifornien entwickelt innovative Retentionslösungen, welche die Befestigung von Dentalprothetik auf Implantaten revolutionieren könnten.

 

Die finanziellen Details und Bedingungen dieser Vereinbarungen sind in den „Ausgewählten Finanzinformationen zur Halbjahresrechnung“ zusammengefasst.

 

Am ITI World Symposium im April hat Straumann mehrere neue Produkte aus seiner Innovationspipeline lanciert, darunter das Straumann® PURE Keramik-Implantat, neue Prothetikkomponenten für festsitzende Vollprothesen und erweiterte CADCAM-Optionen, die Effizienz- und Produktivitätsgewinne ermöglichen.

 

Einer der Höhepunkte im ersten Halbjahr war der Beginn des klinischen Programms mit dem Bone Level Tapered (BLT) Implantat von Straumann. Schätzungen zufolge machen konisch geformte Implantate mehr als die Hälfte des globalen Implantatmarkts aus – ein Segment, das Straumann bislang nicht abdeckte. Die Gruppe steht jetzt vor der Markteinführung eines BLT-Implantats der neuen Generation aus Roxolid sowie mit einer SLActive-Oberfläche. Die ersten Rückmeldungen aus den klinischen Studien sind äusserst positiv.

 

 

OPERATIVE UND FINANZIELLE SITUATION

 

Bruttomarge steigt auf 79%

Trotz negativer Währungseffekte in Höhe von CHF 11 Mio. (oder 50 Basispunkten) wurde ein Bruttogewinnwachstum von 3% auf CHF 283 Mio. verzeichnet. Es lag leicht über dem Umsatzwachstum und war auf starke Volumensteigerungen, eine bessere Auslastung von Fertigungskapazitäten, die erfolgreiche Umsetzung von Massnahmen zur Effizienz­steigerung, das Insourcing verschiedener Prozesse und einen rentableren Geschäftsmix zurückzuführen. Die Bruttomarge verbesserte sich entsprechend um 110 Basispunkte auf 79%.

 

Bereinigter Betriebsgewinn (EBIT) steigt um mehr als 20%

Die „Vertriebskosten“ erhöhten sich um CHF 6 Mio. auf CHF 88 Mio. bzw. knapp 25% (2013: 23%) des Umsatzes. Die allgemeinen Verwaltungskosten gingen um CHF 17 Mio. auf CHF 122 Mio. bzw. 34% (2013: 39%) des Umsatzes zurück. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte im Zusammenhang mit der Restrukturierung im Jahr 2013 in Höhe von netto rund CHF 6 Mio. resultierte ein Rückgang von CHF 11 Mio. Dieser war auf die kombinierte Wirkung von Kostensenkungsmassnahmen und einer strikteren Kostenkontrolle zurückzuführen. Um auch weiterhin über ein branchenführendes Portfolio zu verfügen, investiert die Gruppe wie in den vergangenen Jahren jeweils 5–6% ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

 

Der Betriebsaufwand verringerte sich damit um CHF 11 Mio. (ausgewiesen) bzw. CHF 6 Mio. ohne Berücksichtigung der Sondereffekte.

 

Mit der Steigerung des Bruttogewinns und der erwähnten Punkte stieg der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sowie Sondereffekten um CHF 14 Mio. auf CHF 89 Mio. Die entsprechende Marge verbesserte sich somit um 370 Basispunkte auf knapp 25%.

 

Nach Abzug von Amortisationen und Abschreibungen in Höhe von rund CHF 14 Mio. belief sich der Betriebsgewinn auf CHF 75 Mio. (2013: CHF 57 Mio.) bzw. auf CHF 62 Mio. ohne Sondereffekte. Da die entsprechende Marge 21% erreichte, verbesserte sich die Rentabilität um ganze 490 Basispunkte bzw. um 420 Basispunkte ohne den ausserordentlichen Restrukturierungsaufwand von 2013 und Währungseffekte.

 

Reingewinn profitiert von Neodent-Beitrag

Nach einem Plus von CHF 1 Mio. im Vorjahr war das Nettofinanzergebnis ausgeglichen. Bewertungsgewinne aus den Finanzanlagen des Unternehmens trugen dazu bei, den Zinsaufwand im Zusammenhang mit der Ende April 2013 platzierten Anleihe über CHF 200 Mio. ebenfalls auszugleichen.

 

Der nach der Equity-Methode bilanzierte Beitrag der Partnerunternehmen Neodent, Dental Wings, Medentika und Createch belief sich nach Steuern auf CHF 5 Mio.; wobei der grösste Anteil auf Neodent entfiel.

 

Die Einkommenssteuern lagen bei CHF 12 Mio., was einen Steuersatz von 15% ergab.

 

Unter Berücksichtigung der oben erwähnten Faktoren lag der ausgewiesene Reingewinn bei CHF 69 Mio., die entsprechende Marge bei 19%, nach 15% in der Vorjahresperiode. Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie belief sich auf CHF 4.42.

 

Cashflow deutlich von Rentabilitätsverbesserungen beeinflusst

Der Mittelzufluss aus Betriebstätigkeit erhöhte sich im Jahresvergleich um 6% auf CHF 44 Mio.; die verbesserte Rentabilität hat den Anstieg des Umlaufvermögens ausgeglichen. Letzterer war hauptsächlich auf das Umsatzwachstum und abgegrenzte Abfindungszahlungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung vom letzten Jahr zurückzuführen. Da der Investitionsaufwand (CAPEX) leicht auf CHF 6 Mio. zurückging, betrugen der Free Cashflow CHF 38 Mio. und die entsprechende Marge 11%.

 

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich auf CHF 32 Mio., wovon CHF 28 Mio. auf den Kaufpreis für die Beteiligungen an MegaGen und Biodenta sowie auf andere Finanzanlagen entfielen. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag nach Auszahlung der ordentlichen Dividende in Höhe von CHF 58 Mio. bei CHF 55 Mio. In der Folge betrugen die liquiden Mittel per Juni 2014 CHF 339 Mio., nach CHF 384 Mio. Ende 2013. Die Eigenkapitalquote am Ende des Berichtszeitraums lag mit 63% auf einem soliden Niveau.

 

 

AUSBLICK 2014 (vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse)

Straumann erwartet, dass sich 2014 der globale Implantatmarkt positiv entwickeln wird und geht von einem Umsatzwachstum im unteren einstelligen Bereich (LW) aus. Die Gruppe wird weiterhin in Wachstumsmärkte und ihr Non-Premium-Angebot investieren. Dennoch wird Straumann 2014 – auch dank der Kostensenkungsmassnahmen vom letzten Jahr – eine höhere Betriebsgewinnmarge (EBIT) erzielen. Mittelfristig strebt die Gruppe solides Wachstum und weitere Verbesserungen der Betriebsmarge an.

 

 

Über Straumann

Straumann (SIX: STMN) mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein weltweit führendes Unternehmen für dentale Implantologie, Zahnerhaltung sowie regenerative Zahnmedizin. Zusammen mit führenden Kliniken, Forschungsinstituten und Hochschulen erforscht und entwickelt Straumann Dentalimplantate, Instrumente und CADCAM-Prothetik für Zahnersatz- resp. Zahnerhaltungslösungen sowie Produkte für die Geweberegeneration bzw. zur Verhinderung von Zahnverlusten. Weltweit beschäftigt die Straumann-Gruppe insgesamt 2’280 Mitarbeitende. Ihre Produkte und Dienstleistungen werden in mehr als 70 Ländern über eigene Vertriebsgesellschaften und ein breites Netz von Vertriebsunternehmen verkauft.