Straumann® Smart Schulungsprogramm

"Meines Erachtens ist dieser Kurs einer der wenigen, der so breit nahezu vollständig und interaktiv das Thema Implantologie abdeckt. "

Ein Interview mit Dr. med. dent. Veera H. E. Laederach über Straumann®Smart

Straumann® Smart ist ein ganzheitliches Schulungsprogramm für einfache implantologische Fälle. Es erleichtert Zahnärzten den erfolgreichen Einstieg in die Dentalimplantologie und/oder Implantatprothetik und unterstützt sie in ihrer weiteren klinischen Praxis. Smart wurde für Zahnärztinnen und Zahnärzte entwickelt, die ihr Implantatgeschäft schnell, effizient und sicher auf Wachstumskurs bringen möchten.

Im nachfolgenden Interview schildert Dr. med. dent. Veera H. E. Laederach, ehemalige Straumann® Smart Absolventin, wie sie den Smart-Kurs wahrgenommen hat und gibt einen persönlichen Einblick in ihren Einstieg in die Implantologie.

Über Dr. Veera Laederach

Dr. Veera H.E. Laederach

Frau Dr. med. dent. Veera H. E. Laederach ist in Basel geboren und hat ihre Ausbildung zur eidg. dipl. Zahnärztin (BAG) 2011 an der Universitätsklinik für Zahnmedizin in Basel abgeschlossen. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als Assistenzzahnärztin in Finnland und Basel promovierte sie 2016 zur Dr. med. dent. im Gebiet «Guided Implant Surgery». Im 2017 übernahm sie schliesslich ihre eigene Praxis.

Frau Dr. Laederach, Sie haben im vergangenen Jahr den Straumann® Smart-Kurs absolviert. Wie beurteilen Sie diesen rückblickend?
Meines Erachtens war der Kurs nicht nur inhaltlich, sondern auch bezüglich der Wahl der Referentin und des Referenten sehr gut. Die beiden gehören einer jüngeren Generation an und konnten uns ausgezeichnet praxisrelevantes Feedback geben, auch zu alltäglichen Herausforderungen, die man nicht im Lehrbuch nachlesen kann. Mich persönlich, die als selbstständige Zahnärztin eine Allgemeinzahnarztpraxis führt, spricht diese Art von Weiterbildung sehr an. Mit dem Smart-Kurs habe ich mehr Sicherheit erlangt und die Hemmschwelle in die Welt der Implantologie überwunden.

Weshalb haben Sie sich für den Kurs angemeldet?
Für mich ausschlaggebend war, dass sich der Kurs ganz klar an junge, noch weitestgehend in der Implantologie unerfahrene Zahnärztinnen und Zahnärzte wendet. Das erste Mal davon gehört habe ich von Straumann Mitarbeitenden, die mir erzählt haben, dass man selbstverständlich nicht nur junge Zahnärzte, sondern im Speziellen auch Frauen fördern wolle. Das ist mitunter auch ein Grund, weshalb ich das von Straumann ins Leben gerufene WIN-Netzwerk [Women’s Implantology Network] super finde, wo speziell Frauen noch zusätzlich eine Plattform gegeben wird. Wir waren eine Gruppe von jungen Frauen und Männern, die sich auf gleicher Augenhöhe austauschen konnten. Von Kollege zu Kollegin.

Haben Sie bereits vor dem Kurs implantiert oder erst danach angefangen?
Ich habe bereits vor dem Kurs implantiert und dabei diverse Kurse im In- und Ausland besucht, die unterschiedlichste Systeme angewendet haben. Die klinischen Fähigkeiten habe ich dann mit meinem damaligen Chef vertiefen können, in dem ich ihm bei diversen Implantationen assistiert habe. Später konnte ich dann mit Kollegen aus der Universität selbst implantieren, wobei ein entsprechender Mentor mir assistiert hat.

Was von dem im Kurs Gelernten können Sie heute anwenden?
Der Kurs hat mir sehr gute Grundlagen geboten, die ich im Selbststudium sowohl in der Theorie als auch in der klinischen Tätigkeit weiter vertiefen konnte. Mittlerweile führe ich einfachere Zahnimplantatbehandlungen entsprechend der SAC Klassifikation und Empfehlungen des Straumann-Kurses durch. Dabei fühle ich mich beim selbständigen Implantieren sicher und gut vorbereitet. Jeder Zahnarzt, jede Zahnärztin kann das Implantieren erlernen, es müssen aber die Grundlagen zur Theorie vorhanden sein und eine gute präoperative Planung stattfinden. Zudem muss der Patient über sämtliche Risiken informiert werden und ein eingespieltes Praxisteam vorhanden sein. Mittels der guten Unterlagen, die durch den Straumann® Smart-Kurs zur Verfügung gestellt werden, ist es jederzeit möglich, die Thematik interaktiv aufzufrischen.

Ein wichtiger Bestandteil des Smart-Programms ist die Straumann® Smart Online-Schulungsplattform. Wie beurteilen Sie diese? Haben Sie oft darauf zurückgegriffen?
Ich habe anfänglich sehr oft darauf zurückgegriffen und mir auch Teile daraus für meine Planung in einem File zusammengestellt. Etwas bedauerlich war, dass die Inhalte nur befristet abrufbar waren. Es gab in jüngster Vergangenheit Situationen, wo ich froh gewesen wäre, hätte ich nochmals einen kurzen Blick auf ausgesuchte Problemstellungen resp. deren Lösungen werfen können. [Anmerkung der Redaktion: tatsächlich handelte es sich hierbei um einen technischen Fehler, der zwischenzeitlich behoben wurde; die Inhalte auf der Straumann® Smart Online-Schulungsplattform sind für alle KursteilnehmerInnen unbeschränkt zugänglich.]

Gab es aus Ihrer Sicht etwas, das im Kurs nicht abgedeckt wurde?
Nein, der Kurs hat mir eine breite Palette an Wissen vermittelt, das ich nun kontinuierlich umsetzen kann. Insofern hat er meine Erwartungen mehr als erfüllt.

Können Sie den Smart-Kurs weiterempfehlen?
Ja, unbedingt. Meines Erachtens ist dieser Kurs einer der wenigen, der so breit nahezu vollständig und interaktiv das Thema Implantologie abdeckt. Des Weiteren werden sehr detaillierte Kursunterlagen ausgehändigt (online), die ausserordentlich nützlich und lehrreich sind.

Haben Sie zwischenzeitlich weitere Kurse besucht? Welchen Kurs aus unserem Angebot erachten Sie als Folgekurs sinnvoll?
Ja, ich habe Kurse im Bereich der Parodontologie besucht. Als sinnvoll würde ich auf jeden Fall einen Smart-Folgekurs erachten, bei dem das Gelernte repetiert, vertieft und entsprechend erweitert wird.

Welchen Stellenwert hat für Sie ein Mentor, der bei Bedarf hinzugezogen werden kann?
Einige Zahnärzte tun sich schwer, ihr Wissen an eine junge Zahnärztin weiterzugeben. Dies bedaure ich sehr. Denn nur geteiltes Wissen ist die Zukunft in Bezug auf die Patientenversorgung und Ausbildung von jüngeren Zahnärztinnen und Zahnärzten. Eine Mentorin bzw. einen Mentor zu haben, die resp. den man jederzeit für Ratschläge und Hilfestellungen konsultieren darf, ist besonders viel Wert.

Apropos Ratschläge: Sie haben die Praxis von Ihrem Chef Herrn Dr. Kempf übernommen. Welche Lehren haben Sie daraus gezogen?
Als ich die Praxis übernommen habe, war ich 32 Jahre alt, also relativ jung. Die Anfangszeit war aufregend, anspruchsvoll, aber auch extrem hart. Die Verantwortung und der Anspruch waren enorm gross bei einer gut etablierten Zahnarztpraxis in der Stadt Basel. Die Zukunft konnte ich nicht wirklich abschätzen. Viele Geschäftsführungsaspekte musste ich mir neben dem täglichen klinischen Arbeiten selbständig aneignen, denn sie waren absolutes Neuland für mich. Wenn ich zurückblicke, würde ich diesen Sprung in die Selbstständigkeit wieder machen, allerdings nicht mehr unbedingt im Alleingang wagen. Von Vorteil wäre, wenn man zumindest zu zweit ist, mehr oder weniger im gleichen Alter und mit ähnlichen Interessen, was die Führung und Ausrichtung einer Zahnarztpraxis betrifft. Auch wenn ich heute an einem Punkt stehe, wo die Praxis sehr gut läuft und ich als Privatperson wieder etwas mehr Freiraum habe, bin ich nicht abgeneigt, in der Zukunft eine Partnerschaft mit einer Kollegin oder einem Kollegen einzugehen. Denn ich bin überzeugt, dass dies dem Zukunftsmodell einer erfolgreichen Zahnarztpraxis entspricht. Dieses Modell ermöglicht mehr Austausch, Flexibilität und ein vielfältigeres Angebotsspektrum, was letztendlich den Patienten zugutekommt.

Sehr geehrte Frau Dr. Laederach, herzlichen Dank für das spannende Interview.