Joachim Klemenz

Abteilung Logistik

Eintritt: 22.07.1991

Heike Petri

Abteilung Logistik

Eintritt: 01.09.1988 

Klaus Schoene-Morath

Abteilung Event Logistik

Eintritt: 12.06.1995

Joachim, wie lange arbeitest du schon bei Straumann und was sind deine Aufgaben? 
Joachim: Ich bin seit 29 Jahren bei Straumann. Ich arbeite in der Abteilung Logistik, bin verantwortlich für den Warenversand, das Kontrollieren und Verpacken der Bestellungen. Sobald die Aufträge vom Vertriebsinnendienst erfasst sind, werden sie über unser Warensystem in unsere Pick-by-Light-Anlage überspielt. Dort kommissioniere ich die Ware. Wir arbeiten komplett papierlos. Sobald ein Auftrag abgeschlossen ist, kontrolliere ich nochmals den Inhalt des Paketes, erzeuge die Rechnung oder den Lieferschein. Aufgrund der Digitalisierung können wir unseren Kunden anbieten - aus Nachhaltigkeitsgründen und Umweltschutz – auf Papierrechnungen zu verzichten. Sie erhalten von uns die Rechnung per E-Mail. Das wird im System hinterlegt und läuft automatisch. Ich bearbeite ebenfalls die Rücksendungen, verbuche diese im System und sortiere die Ware wieder ein. Dabei unterstützt mich das ganze Team – Kolleginnen und teilweise feste Aushilfen, für die ich einen Arbeitsplan erstelle und koordiniere.

Joachim, wie bist du zu Straumann gekommen?
Joachim: Ich komme aus Polen. In meiner Heimat kam ich mit 17 Jahren zum Profifußball. Ich machte nebenher mein Abitur und spielte bis zum Alter von 22 Jahren professionell Fußball. Dann erhielt ich ein Angebot vom Sportclub Freiburg. Ich zog nach Freiburg und kickte 3 Jahre für den SC Freiburg. Mit 25 endete meine Karriere verletzungsgedingt und ich war plötzlich arbeitssuchend. Ich las die Stellenausschreibung im Logistik-Bereich bei Straumann. Es folgte ein Vorstellungsgespräch, bei dem ich mit viel Herz und einer guten Tasse Kaffee empfangen wurde. Ich fühlte mich sofort wohl und gut aufgenommen. Ich bin Straumann dankbar, dass ich damals die Chance bekam, als Quereinsteiger zu beweisen, dass ich neben „Fußball“ auch „Logistik“ kann. 

Heike, du bist schon seit 32 Jahren bei Straumann, wie war das bei dir?
Heike: Ich habe 1988 bei Synthes/Hug/Straumann meine Ausbildung als Bürokauffrau begonnen und bin dann bei Straumann geblieben. Ich habe viele Abteilungen durchlaufen und Aufgabenbereiche kennengelernt. Unter anderem war ich Assistentin der Vertriebsleitung, betreute den Außendienst, war im Kundenservice und bin jetzt seit einigen Jahren die Assistentin im Logistikbereich. Ich bin u. a. zuständig für den Einkauf (z. B. Drittprodukte wie CM, Silikonmanschetten, Verbrauchsmaterial für VO-Logistik, Verpackungsmaterial u.v.m.). Auch für Dokumentationsmaterialien (Prospekte und Broschüren) lege ich Bestellungen in unserem System an und ordere diese bei unseren Dienstleistern.

Klaus, wie lange arbeitest du denn schon in der der Logistik?
Klaus: Ich kam vor 25 Jahren über das Arbeitsamt zu Straumann. Ich absolvierte zu dieser Zeit eine Ausbildung zum Yogalehrer und benötigte eine finanzielle Basis, die meinen Lebensunterhalt sicherte. Straumann war für mich ein Glücksfall. Was als „Übergang“ gedacht war, dauert bis heute an. Ich arbeite hauptberuflich immer noch hier und tue es sehr gern. Yogastunden gebe ich nebenbei, diese Berufung habe ich mir in all der Zeit beibehalten. Besonders hervorheben möchte ich die Arbeitszeitflexibilität, die im Unternehmen möglich ist und die ich in all den Jahren sehr geschätzt habe. Manchmal verändert sich die persönliche Lebenssituation. Hier unterstützt das Unternehmen bei Bedarf immer den Wechsel innerhalb verschiedener Arbeitszeitmodellen. Das ist nicht selbstverständlich. Der Warenausgang und die Poststelle waren mein erster Wirkungskreis hier im Unternehmen. Mittlerweile arbeite ich im Bereich Event-Logistik und sorge dafür, dass unser Kursmaterial in ausreichender Menge zum vereinbarten Zeitpunkt in den gebuchten Veranstaltungshotels, Eventlocations, Messehallen oder Kongresszentren eintrifft. Ich organisiere den Versand, die Rückholung und die Wartung von Chirurgiemotoren und Instrumenten etc. Dabei läuft alles - von Kugelschreibern, Kurs-Implantaten bis hin zu Chirurgiekassetten über meinen Packtisch. Mir gefällt das, was ich tue sehr, weil ich selbständig und eigenverantwortlich arbeiten kann.

Was gefällt euch bei Straumann?
Heike: Ich kann mich Klaus nur anschließen: die Eigenverantwortung für meinen Arbeitsbereich, die mir zugestanden wird; das Vertrauen, das in uns gesetzt wird, gefällt mir. Wir arbeiten selbständig. Die Aufgaben sind vielseitig und abwechslungsreich, es macht einfach Spaß.
Joachim: Wir haben einen großen Zusammenhalt im Team. Unser Ziel und Antrieb ist es, dass wir jeden Tag alle Aufträge verarbeiten; dass jeder Kunde seine Bestellung pünktlich erhält. Dafür sorgen wir – ein Team von zeitweise mehr als 20 Kolleginnen und Kollegen. Wir packen im Durchschnitt täglich 2000 Warensendungen. Jeder hilft jedem – jeder packt an und springt ein, wenn es irgendwo gerade klemmt oder zu viel wird. Wenn ich am Abend die Firma verlasse, nachdem wir gemeinsam alle Aufträge erledigt haben, bin ich immer zufrieden. 

Wirst du bei deiner Arbeit vom Unternehmen gefördert bzw. wie unterstützt dich Straumann? 
Heike: Straumann bietet uns allen die Möglichkeit, sich weiterzubilden und weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch die Kulturreise, die hilft, den Teamgedanken innerhalb des Unternehmens zu fördern. Das ist sehr wichtig, weil durch unser enormes Wachstum auch die Mitarbeiterzahl ständig steigt. Es wäre natürlich schön, wenn wir uns noch alle kennen würden. Deshalb sind solche abteilungsübergreifenden Events oder Meetings eine gute Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen und so doch zu dem ein oder anderen Namen ein Gesicht zu erhalten. 

Was schätzt du besonders hier - im Unternehmen? 
Klaus: Ich schätze es sehr, dass Straumann diese Kulturreise macht mit uns. Es fördert den guten Umgang aller Mitarbeiter untereinander und wirkt sich positiv auf die Zusammenarbeit aus. Es verdeutlicht uns, dass unsere Geschäftsleitung in uns und unser Arbeitsumfeld investiert – es ist ein Geben und Nehmen. Was ich an dieser Stelle auch erwähnen möchte, ist das Engagement unserer Personalabteilung für einen Geflüchteten, der bei uns - nach erheblichen bürokratischen Hürden – eine Ausbildung begonnen hat. Diesen Aufwand betreiben leider nur wenige Unternehmen. Neben diesem sozialen, nicht selbstverständlichen Einsatz, bietet das Unternehmen uns Mitarbeitern sehr gute Sozialleistungen. Und in der grünen Stadt Freiburg übernimmt Straumann für die Mitarbeiter die Kosten für Monatskarten der öffentlichen Verkehrsmittel. 

Wenn ihr zurückdenkt, was hat sich bei Straumann geändert? 
Heike: Aus der „kleinen Familie“ vor 32 Jahren ist eine große, expandierende Gruppe geworden. Durch die steigende Anzahl der Mitarbeiter, kennt man viele Kollegen nicht mehr mit Namen. Auch die räumliche Trennung von der Logistik zu unserem Hauptsitz trägt einen Teil dazu bei. 
Klaus: Im Jahr 2008 zogen wir mit der Logistik-Abteilung in ein anderes, großes Gebäude, ca. 5 Km entfernt, um. Dadurch ging der tägliche persönliche Kontakt mit den anderen Mitarbeitern leider etwas verloren, was ich sehr schade finde. Doch das ist der Preis für unseren Erfolg und das steigende Auftragsvolumen. 
Joachim: Wir haben hier in diesem Gebäude jetzt Platz genug, um die bereits jetzt schon große Auswahl an Produkten vorzuhalten und noch weitere neue Produkte aufzunehmen. Mit unserer Pick-by-Light-Anlage bringen wir die Bestellungen aus allen Produktsparten in die Kundenpakete und versenden diese täglich in ganz Deutschland. Wir waren vor 29 Jahren, als ich anfing, zu dritt in der Logistik und jetzt sind wir über 20 Kolleginnen und Kollegen. Damals konnte eine einzige Person alle Aufträge vom Wareneingang bis Versand abarbeiten. Heute – bei 2000 Paketen pro Tag – unvorstellbar und nicht mehr machbar.

Wie lange wollt ihr noch hier arbeiten? 
Heike: Solange ich mich wohl fühle und weiterhin gerne zur Arbeit komme, kann ich mir vorstellen bei Straumann in Rente zu gehen. 
Joachim: Mir kam niemals der Gedanke zu einer anderen Firma zu wechseln. Ich habe noch 10 Jahre bis zur Rente, die will ich selbstverständlich hier arbeiten. 
Klaus: Ich freue mich auf den 1. Dezember 2020 – dann wechsle ich in den Ruhestand. 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft hier in der Firma?
Heike: Ich wünsche mir weiterhin mit Freude zur Arbeit kommen zu können und dass die Menschlichkeit bei uns erhalten bleibt. Das ist ein unbezahlbares Gut, auf das ich nicht verzichten möchte.
Joachim: Ich wünsche mir, dass wir weiter einen so tollen Zusammenhalt im Team haben, dass wir weiter guten Umsatz machen und vom Erfolg der Firma profitieren. 
Klaus: Ich wünsche der Straumann Group weiterhin so viel Erfolg!