Basel, Schweiz, 15. März 2026
Dieser erste Artikel unserer Reihe „Oral Health Insights“ fasst die wichtigsten Erkenntnisse des WHO-Berichts zum globalen Mundgesundheitsstatus (2022) in einem prägnanten und praktischen Überblick zusammen. Trotz seiner Bedeutung ist der Bericht außerhalb von Fachkreisen überraschend wenig bekannt. Dabei ist seine Kernaussage bemerkenswert: Munderkrankungen sind weltweit die am weitesten verbreiteten Gesundheitsprobleme. Fast die Hälfte der Weltbevölkerung ist davon betroffen – mehr Menschen als alle anderen großen nichtübertragbaren Krankheiten (NCDs) zusammen, darunter Herzerkrankungen, Diabetes, Krebs und chronische Atemwegserkrankungen (S. 9).
Mehr als 3,5 Milliarden Menschen leben mit unbehandelten Munderkrankungen, eine Zahl, die in nur drei Jahrzehnten um 1 Milliarde gestiegen ist (S. 11). Die Folgen reichen weit über den Mund hinaus: Schmerzen, Infektionen, Ernährungsstörungen, versäumte Schul- und Arbeitstage sowie erhebliche finanzielle Belastungen.
Der vollständige WHO-Bericht umfasst Hunderte von Seiten. Dieser Artikel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen – das Ausmaß des Problems, die systemischen Ursachen und die Auswirkungen auf Zahnärzte und Organisationen wie die Straumann Group und die Straumann Group Foundation.
Er verdeutlicht, warum die Mundgesundheit bis 2030 in die Bemühungen um eine universelle Gesundheitsversorgung (UHC) integriert werden muss – und wo koordiniertes Handeln den größten Unterschied bewirken kann.