Straumann meldet ein Wachstum von 4% in Lokalwährungen für die ersten neun Monate 2010 

  • Wachstum getragen von höheren Verkaufsvolumen bei Implantaten, inbesondere beim Bone Level Portfolio und Roxolid®
  • Umsatzanstieg im dritten Quartal (+3% in Lokalwährungen, LW) angetrieben vom Nordamerika-Geschäft und moderatem Wachstum in Europa, welches schwächeres Ergebnis in Asien/Pazifik kompensiert
  • Starker negativer Währungseffekt aufgrund Abschwächung von USD und EUR gegenüber dem Schweizer Franken
  • Einführung neuer Produkte und Präsentation klinischer Ergebnisse am Jahrestreffen der EAO in Glasgow

 

UMSATZZAHLEN

     

 

Neun Monate

     

 

(in CHF Mio.)

2010

 

2009

Veränderung

in CHF

Veränderung

in LW

Nettoumsatz Gruppe

554.1

 

552.3

0.3%

3.7%

 

 

 

 

 

 

Europa

334.0

 

345.8

(3.4%)

2.2%

in % vom Nettoumsatz

60.3%

 

62.6%

 

 

Nordamerika

123.4

 

117.1

5.4%

7.7%

in % vom Nettoumsatz

22.3%

 

21.2%

 

 

Asien/Pazifik

76.3

 

72.3

5.4%

1.8%

in % vom Nettoumsatz

13.8%

 

13.1%

 

 

Rest der Welt

20.4

 

17.1

19.1%

12.8%

in % vom Nettoumsatz

3.7%

 

3.1%

 

 

 

 

3. Quartal

 

 

 

 

 

(in CHF Mio.)

2010

 

2009

Veränderung

in CHF

Veränderung

in LW

Nettoumsatz Gruppe

161.6

 

168.2

(3.9%)

2.5%

 

 

 

 

 

 

Europa

92.4

 

101.6

(9.0%)

1.2%

in % vom Nettoumsatz

57.2%

 

60.4%

 

 

Nordamerika

38.2

 

36.9

3.6%

6.9%

in % vom Nettoumsatz

23.6%

 

21.9%

 

 

Asien/Pazifik

24.6

 

23.9

2.7%

(0.6%)

in % vom Nettoumsatz

15.2%

 

14.2%

 

 

Rest der Welt

6.5

 

5.8

11.2%

7.6%

in % vom Nettoumsatz

4.0%

 

3.5%

 

 

 

 

Basel, 28. Oktober 2010: Straumann meldete heute für die ersten neun Monate ein Nettoumsatzwachstum von 4% in Lokalwährungen; gleichzeitig zeigt der Markt für Zahnrestaurationen und -ersatz in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld weiterhin Anzeichen einer Stabilisierung. Der Nettoumsatz der Gruppe wuchs zur Gänze organisch und erreichte CHF 554 Mio. Die weitere Stärkung des Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar und dem Euro führte zu einem negativen Währungseffekt, der das Nettoumsatzwachstum in Schweizer Franken um mehr als 3 Prozentpunkte (oder CHF 18 Mio.) minderte.

 

Beat Spalinger, President & CEO von Straumann, erläuterte: «Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, unsere ambitionierten Markteinführungsziele für 2010 zu erreichen. Wir haben innovative Produkte lanciert, die effizienter sowie anwenderfreundlicher sind und zu höheren Behandlungsstandards führen. Unsere Umsätze in den ersten neun Monaten entsprachen unseren Erwartungen. Da das Verbrauchervertrauen weiterhin fragil ist, sind wir vorsichtig mit Prognosen über die kurzfristige Entwicklung unserer Märkte und über den Zeitpunkt einer nachhaltigen Wirtschaftserholung. Trotzdem sind wir aufgrund unseres äusserst wettbewerbsfähigen Produktangebots zuversichtlich, dass wir über das Gesamtjahr schneller wachsen werden als der Markt. Aus diesem Grund behalten wir unsere Annahmen für das Gesamtjahr unverändert bei, obschon das Übertreffen des Vorjahresniveaus sowohl beim Nettoumsatz in Schweizer Franken als auch bei der operativen Marge angesichts der verstärkten Währungseinflüsse eine Herausforderung darstellt.»

 

 

UMSATZENTWICKLUNG

 

Die Nettoumsatzentwicklung in den ersten neun Monaten 2010 war von höheren Verkaufsvolumen bei Implantaten geprägt, in erster Linie durch die anhaltend starke Marktresonanz der Straumann Bone Level Implantate. Ein weiterer Impuls kam von kürzlich eingeführten Produkten wie Roxolid und Straumann® Allograft. Das CADCAM-Geschäft meldete im Jahresvergleich tiefere Umsätze, vor allem weil bestehende und potenzielle Kunden die Einführung des neuen Straumann Laborscanners und des CADCAM-Systems abgewartet haben – beides stand wie geplant am Ende des dritten Quartals zur Verfügung. Das Wachstum des Geschäfts mit CADCAM-Elementen setzte sich das ganze Jahr über fort.

 

Ergebnisse in den Regionen

Der Nettoumsatz in Europa erreichte CHF 334 Mio., was einem Anstieg um 2% in Lokalwährungen und einem Anteil am gesamten Gruppenergebnis von 60% entspricht. Der signifikante Währungseffekt führte im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres zu einem Umsatzrückgang von 3% in Schweizer Franken. Die bescheidene Gesamtleistung spiegelt das weiterhin gedämpfte Verbrauchervertrauen sowie die hohe Arbeitslosigkeit insbesondere in wichtigen Märkten wie auf der iberischen Halbinsel und in Italien wider. Frankreich, Deutschland – der grösste Markt der Region – und Grossbritannien verzeichneten ein solides Wachstum. In Schweden gelang es hingegen nicht, den ausserordentlich hohen Umsatz von 2009 aufrechtzuerhalten, als der Markt von einer Erweiterung bei Kostenrückerstattungen profitierte.

 

Im dritten Quartal meldete Europa ein geringfügiges Wachstum von etwas über 1% in Lokalwährungen, was auf die höhere Vergleichsbasis als im zweiten Quartal zurückzuführen war.

 

Nordamerika erzielte ein weiteres ermutigendes Quartalsergebnis. Der Nettoumsatz stieg in den ersten neun Monaten um 8% (LW) auf CHF 123 Mio. oder 22% des Gruppenumsatzes. Der negative Währungseffekt wirkte sich weniger stark aus als in Europa, verminderte das regionale Wachstum in Schweizer Franken aber trotzdem um 2 Prozentpunkte. Das Wachstum in den USA und in Kanada wurde das ganze Jahr über von Implantaten – insbesondere Bone Level – getragen sowie von Straumann Allograft, das im Spätherbst 2009 eingeführt wurde. Diese Produkte ermöglichten es der Gruppe, das Geschäft mit bestehenden sowie neuen Kunden auszubauen.

 

Im dritten Quartal erzielte die Region ein Nettoumsatzwachstum von 7% in Lokalwährungen und damit über vier Quartale in Folge ein solides Wachstum.

 

Die Region Asien/Pazifik steuerte in den ersten neun Monaten 14% oder CHF 76 Mio. zum Nettoumsatz der Gruppe bei. Dies entspricht gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 einem Anstieg von 2% in Lokalwährungen. Im Gegensatz zu den oben erwähnten Regionen wirkte sich der Währungseffekt im Raum Asien/Pazifik positiv aus und erhöhte das regionale Wachstum auf 5% in Schweizer Franken.

 

Das Chinageschäft der Gruppe setzte sein starkes Wachstum fort, obwohl der Markt für Zahnersatz in China noch in den Kinderschuhen steckt und daher relativ klein ist. Auch Australien meldete ein solides Wachstum. Diese beiden Märkte konnten jedoch nicht den Rückgang im grossen japanischen Markt ausgleichen, wo die Gruppe weiterhin ohne ihre Produkte der neuen Generation im Wettbewerb steht.

 

Im dritten Quartal sank der Nettoumsatz in der Region um fast 1% in Lokalwährungen. Dies spiegelt den allgemein trägen Markt wider sowie die Tatsache, dass die Vertriebspartner ihre Lager im Vorquartal aufgefüllt hatten.

 

Der Nettoumsatz im Rest der Welt stieg um 13% in Lokalwährungen respektive um 19% in Schweizer Franken, angetrieben von guten Ergebnissen in Brasilien, Mexiko und Ländern im Nahen Osten. Mit einem Nettoumsatz von CHF 20 Mio. leistete die Region einen Beitrag von 4% zum gesamten Gruppenergebnis.

 

 

INNOVATION UND KLINISCHE ERFOLGE

 

Seit der Veröffentlichung des Halbjahresberichts hat Straumann eine Reihe wichtiger neuer Produkte eingeführt, darunter ein CADCAM-System und eine Membran der neuen Generation für die geführte Knochenregeneration. Das Unternehmen nutzte die Jahrestagung der European Association for Osseointegration (EAO) in Glasgow im Oktober als Plattform, um die neuen Produkte vorzustellen und klinische Ergebnisse zu veröffentlichen, darunter 5-Jahres-Daten über SLActive, 1-Jahres-Daten über Roxolid sowie 1- und 3-Jahres-Daten über Straumann® MembraGel®.

 

Neues CADCAM Zahnprothetik-System

Das neue CADCAM-Zahnprothetik-System Straumann® CARES® wurde gegen Ende des dritten Quartals in ersten Märkten in Europa und Nordamerika eingeführt und ist die neueste Komponente innerhalb der digitalen Lösungen von Straumann. Das System beinhaltet fortschrittliche Scannertechnologie, neue Designsoftware, eine erweiterte Palette von Prothetik-Anwendungen und ein zusätzliches Prothetikmaterial. All dies wurde entwickelt, um die Effizienz und die Präzision sowie den Komfort für die Patienten zu erhöhen und die Behandlungsergebnisse weiter zu verbessern.

 

Straumann CARES Digital Solutions beinhaltet auch modernste Systeme für die geführte Chirurgie und für das intra-orale Scannen. Das gesamte Paket aus einer Hand soll dank nahtloser Konnektivität Arbeitsabläufe vereinfachen und Zahnärzte über verschiedene Disziplinen hinweg verbinden.

 

Mit Spannung erwartete PEG-Membran

Straumann MembraGel, die Membran der neuen Generation, wurde für die geführte orale Knochenregeneration entwickelt. Sie ist einfach in der Anwendung und bildet eine wirksame Barriere, um eine ungestörte Knochenregeneration zu ermöglichen. Zudem wird sie auf natürliche Weise resorbiert und muss daher nicht chirurgisch entfernt werden.

 

Straumann MembraGel wird zunächst in wichtigen europäischen Märkten, in Nordamerika und in Australien eingeführt – gleichzeitig mit einem Ausbildungsprogramm, welches von Anfang an optimale Ergebnisse sicherstellen soll.

 

Ausgehend von der Tatsache, dass zumindest jede vierte Implantation einen Knochenaufbau erfordert1, wird der weltweite Markt für Membranen zur geführten dentalen Knochenregeneration auf CHF 200 Mio. geschätzt2.

 

 

AUSBLICK (unter Vorbehalt unvorgesehener Ereignisse)

 

In einem nach wie vor unsicheren Wirtschaftsumfeld erwartet Straumann für 2010 weiterhin ein Marktwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

 

Aufgrund ihrer klinisch bewährten, innovativen Produkte, organisatorischen Stärke, Marktpräsenz sowie differenzierter Dienstleistungen ist die Gruppe überzeugt, ein überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen. Mit dem Anspruch «simply doing more» für Kunden und Patienten wird sie auch 2010 in alle Geschäftsbereiche, in ihre Innovationspipeline sowie in ihre Marketing- und Vertriebsorganisation investieren, um überlegene Behandlungslösungen und Dienstleistungen anzubieten.

 

All dies berücksichtigend und unter der Annahme, dass es keine unerwarteten weiteren negativen Währungseffekte geben wird, erwartet die Gruppe für das Gesamtjahr 2010 einen Umsatz (in Schweizer Franken) und eine operative Marge auf mindestens dem gleichen Niveau wie im Vorjahr – trotz zusätzlicher Betriebsaufwendungen in der zweiten Jahreshälfte in Zusammenhang mit der Einführung neuer Produkte/Technologien in den Bereichen Digitalisierung und Regeneration.