Straumann: Wachstum von 5% in Lokalwährungen in den ersten neun Monaten 2011, starke Umsätze in Nordamerika

  • Nettoumsatz von CHF 518 Mio. dank Wachstum in allen Regionen und Geschäftsfeldern
  • Wachstum in Nordamerika im dritten Quartal wieder zweistellig; langsame Fortschritte in Europa, solide Entwicklung in Asien/Pazifik; weiterhin dynamisches Wachstum im „Rest der Welt“
  • Negative Währungseinflüsse schmälern Nettoumsatz um CHF 60 Mio.
  • Innovatives Nano-Material für CADCAM-Prothetik und Soft Tissue Level-Implantate der neuen Generation mit kleinem Durchmesser bieten den Kunden zusätzliche Optionen
  • Jahresprognose unverändert


 



Basel, 25. Oktober 2011: Straumann meldete heute ein anhaltend solides Wachstum. Der Nettoumsatz erhöhte sich im dritten Quartal wie auch in den ersten neun Monaten 2011 um 5% in Lokalwährungen (LW). Die grössten Beiträge zum Ergebnis leisteten Nordamerika, das im dritten Quartal zu zweistelligem Wachstum zurückkehrte, sowie die Region „Rest der Welt“ mit ihrer anhaltenden Expansionsdynamik. Der Nettoumsatz der Gruppe erreichte CHF 518 Mio.; ohne Währungseffekt wäre dieser um CHF 60 Mio. höher ausgefallen. Der negative Währungseffekt betrug im dritten Quartal 12 Prozentpunkte – trotz des willkommenen Eingreifens der Schweizerischen Nationalbank gegen eine weitere Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro.

 

Beat Spalinger, President & CEO von Straumann: „Angesichts anhaltender finanzpolitischer Unsicherheiten und verglichen mit der Leistung anderer Unternehmen können wir mit unserer kontinuierlichen Verbesserung – insbesondere in Nordamerika – zufrieden sein. Erneut ist es uns gelungen, die Kunden vom Wert unserer Produkte und Lösungen zu überzeugen und ihnen weitere Innovationen zu präsentieren. Diese sollen noch bessere Behandlungsoptionen ermöglichen und bei Patienten langfristig überlegene Ergebnisse zeigen. Jedoch werden die Last der Staatsschulden, das schlechte Konsumentenklima sowie der starke Schweizer Franken künftige Herausforderungen darstellen. Dies sollte uns jedoch nicht von unseren Jahreszielen ablenken, die – basierend auf unserem Ergebnis für die ersten neun Monate und unter Ausklammerung nicht vorhersehbarer Ereignisse – nach wie vor in Reichweite liegen.“

 

 

GESCHÄFTSGANG UND ERGEBNISSE IN DEN REGIONEN

 

Alle Regionen erzielten in den ersten neun Monaten ein Wachstum. Mit einem Plus von fast 10% in Lokalwährungen steuerte Nordamerika gut 40% zum Gesamtwachstum der Gruppe bei. Asien/Pazifik erreichte solide Zuwachsraten, trotz des rückläufigen Dentalimplantatmarkts in Japan, dem grössten der Region. Im schwierigen europäischen Umfeld gelang es Straumann, gegenüber dem Vorquartal leicht stärker zu wachsen, während der „Rest der Welt“ wiederum ein gutes zweistelliges Wachstum auswies.

 

Auf Produktebene wirkten sich in den ersten neun Monaten vor allem der anhaltende Erfolg der Bone Level-Implantatlinie und von Roxolid®, dem Hochleistungsmaterial für Implantate, positiv auf das Wachstum aus. Wesentliche Wachstumsimpulse lieferten auch die Verkäufe von Scanner-Ausrüstungen, insbesondere der iTero® Intraoral-Scanner. Einen weiteren, jedoch geringeren Wachstumsimpuls steuerten die Produkte für orale Geweberegeneration bei.

 

Europa kommt langsam voran

Europa, die als grösste Region von Straumann, hat mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen, mit dem Problem der Staatsverschuldungen und mit der Angst vor einer erneuten Rezession im kommenden Jahr. All dies schwächte das fragile Verbrauchervertrauen und dämpfte die Nachfrage nach zahnärztlichen Behandlungen, deren Kosten nicht zurückerstattet werden. Dennoch gelang es Straumann, den Nettoumsatz in Europa im dritten Quartal um 2% (in LW) zu steigern.

 

Auf Länderebene fielen die Ergebnisse unterschiedlich aus. Frankreich und Deutschland erzielten erneut gute Ergebnisse. Schweden entwickelte sich im Rahmen des Vorjahres, während Italien, die Schweiz und Grossbritannien etwas zurückblieben.

 

Die Schwäche von Euro, britischem Pfund und schwedischer Krone gegenüber dem Schweizer Franken resultierte in einem negativen Währungseffekt von über 10 Prozentpunkten. Der Nettoumsatz in der Region belief sich auf CHF 84 Mio. im dritten Quartal und CHF 304 Mio. in den ersten neun Monaten. Dies entspricht einem Wachstum von 2% bzw. 1% (in LW). Damit steuerte Europa 58% zum Nettoumsatz der Gruppe bei.

 

Zweistelliges Wachstum in Nordamerika

In Nordamerika beschleunigte sich das Wachstum im dritten Quartal ebenfalls, und zwar um einen Prozentpunkt auf über 11% (in LW). Zu verdanken war dies soliden Verkäufen von Implantaten, Straumann® Allograft und besonders dem Geschäft mit Intraoral-Scannern.

 

Der negative Währungseffekt in Nordamerika wirkte sich noch stärker aus als in Europa, er schmälerte das regionale Umsatzwachstum um fast 20 Prozentpunkte. Damit belief sich der Nettoumsatz auf lediglich CHF 35 Mio. für das dritte Quartal resp. CHF 113 Mio. für die ersten neun Monate, entsprechend einem Anteil von 22% am gesamten Nettoumsatz.

 

Weiterhin solides Wachstum in Asien/Pazifik

Die Region Asien/Pazifik legte sowohl im dritten Quartal als auch in den ersten neun Monaten um jeweils 5% (in LW) zu und erzielte so einen Nettoumsatz von CHF  24  Mio. bzw. CHF 76 Mio., dies entspricht 15% des Gruppenumsatzes.

 

Die Ergebnisse in Asien wurden vom Wachstum in China und Japan angetrieben, das Ergebnis in Korea fiel unter die Vergleichswerte des Vorjahres. Entgegen dem Trend in Japan, wo sich der Markt offenbar weiterhin rückläufig entwickelt, wuchs Straumann dank der Einführung der Bone Level-Implantatlinie das zweite Quartal in Folge.

 

Starkes Wachstum im „Rest der Welt“

Im „Rest der Welt“ stieg der Nettoumsatz um 18% in LW resp. 10% in Schweizer Franken, zurückzuführen auf den Ausbau der Kundenbasis in Brasilien und einer starken Geschäftsentwicklung in Mexiko. Mit einem Nettoumsatz von CHF 7 Mio. im dritten Quartal bzw. CHF 25 Mio. in den ersten neun Monaten leistete die Region einen Beitrag von 5% zum Gesamtumsatz der Gruppe.

 

 

WEITERE INNOVATIONEN FÜR UNSERE KUNDEN

 

Nach zahlreichen im Frühjahr auf der IDS präsentierten Produkt- und Dienstleistungs­ergänzungen nutzte die Gruppe die Gelegenheit, am Wissenschaftlichen Jahreskongress der European Association for Osseointegration (EAO) zwei weitere Innovationen vorzustellen.

 

Neue Klasse von Zahnrestaurationsmaterial

Bei der ersten handelt es sich um eine neuartige Kunstharz-Nanokeramikverbindung („Resin Nano Ceramic“, RNC) für CADCAM-Kronen, -Inlays, -Onlays und -Veneers. Der neue, von 3M ESPE entwickelte Werkstoff „3M ESPE Lava Ultimate Restorative“ verbindet Nanokeramik-Komponenten mit einer stark vernetzten Kunstharzmatrix. Er zeichnet sich durch strahlende Ästhetik sowie Dauerhaftigkeit aus und erfordert weder Schichtung noch ein Brennen. Dies vereinfacht Arbeitsabläufe und bietet Vorteile für Zahnärzte, Dentallabore und Patienten.

 

Soft Tissue Level-Implantat der neuen Generation mit kleinem Durchmesser

Weiter stellte Straumann ein Soft Tissue Level-Implantat der neuen Generation mit kleinem Durchmesser für mehr Flexibilität und zusätzliche Behandlungsoptionen vor. Implantate mit kleinem Durchmesser werden für enge Interdentalräume oder schmale Kieferkämme verwendet. Das neue Implantat ist für den Ersatz von Einzelzähnen im Frontbereich oder von mehreren Zähnen mit Brücken oder festen bzw. herausnehmbaren Deckprothesen angezeigt. Da es sich um eine Lösung auf Weichgewebeniveau handelt, erleichtert das neue Implantat die Konditionierung des Weichgewebes. Das Implantat lässt sich in einem Schritt einsetzen, ein zweiter chirurgischer Eingriff entfällt. Es wird im Rahmen einer kontrollierten Marktfreigabe eingeführt. Die vollständige Markteinführung ist für nächsten Frühling geplant – zuerst in Europa und Nordamerika1 und dann in weiteren Märkten1.

 

Mehr als 10'000 ITI-Mitglieder

Das Internationale Team für Implantologie (ITI), langjähriger akademischer Partner von Straumann, hat kürzlich bekannt gegeben, dass die Zahl seiner Mitglieder weltweit auf mehr als 10'000 gestiegen ist. Dies unterstreicht seine Stellung als führende akademische Organisation für evidenzbasierte Weiterbildung und Forschung auf dem Gebiet der dentalen Implantologie. Es markiert auch einen weiteren Meilenstein in der 31-jährigen Geschichte des ITI, dessen einzigartige Partnerschaft mit Straumann viele technologische und therapeutische Fortschritte für die Praxis hervorgebracht hat. Damit wurde eine Plattform geschaffen, von der aus evidenzbasierte Aus- und Weiterbildungsgrundsätze eine ständig wachsende Berufsgemeinde erreichen.

 

 

AUSBLICK (unter Vorbehalt unvorhergesehener Ereignisse)

 

Angesichts der gegenwärtigen makroökonomischen Unsicherheiten schätzt Straumann, dass sich die Erholung der Märkte verlangsamen wird. Deshalb erwartet die Gruppe, dass der Markt im gesamten Jahresverlauf im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen wird.

 

Aufgrund ihrer klinisch bewährten Produkte, ihrer organisatorischen Stärke, ihrer differenzierten Dienstleistungen sowie der Investitionen in das Vertriebspersonal ist die Gruppe überzeugt, dass sie für das Gesamtjahr erneut ein überdurchschnittliches Wachstum erzielen kann.

 

Trotz der jüngst ergriffenen geldpolitischen Massnahmen der Schweizerischen Nationalbank gegen eine weitere Aufwertung des Schweizer Frankens dürfte dessen Stärke gegenüber dem Euro und dem US-Dollar weiterhin Druck auf die Margen ausüben, wenn auch in einem geringeren Ausmass als in den ersten neun Monaten des Jahres. Unter Berücksichtigung dessen, der erwähnten Wachstumseinschätzung und ohne die im ersten Halbjahr ausgewiesene Wertminderung in Japan dürfte die operative Marge von Straumann am Ende des Geschäftsjahres im hohen Zehnprozentbereich liegen.

 

 

Über Straumann

Die Straumann-Gruppe (SIX: STMN) mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich des implantatgestützten sowie restaurativen Zahnersatzes und der oralen Geweberegeneration. In Zusammenarbeit mit führenden Kliniken, Forschungsinstituten und Hochschulen erforscht und entwickelt Straumann Dentalimplantate, Instrumente, CADCAM-Prothetik sowie Geweberegenerationsprodukte für Zahnersatzlösungen und zur Verhinderung von Zahnverlusten. Insgesamt beschäftigt die Straumann-Gruppe mehr als 2’400 Mitarbeitende weltweit. Ihre Produkte und Dienstleistungen werden in mehr als 70 Ländern über eigene Vertriebsgesellschaften und ein breites Netz von Vertriebsunternehmen verkauft.

 

 

1 Behördliche Zulassungen/Freigaben stehen noch aus