Bahnbrechende Untersuchung durch unabhängige Forscher zeigt signifikant niedrigere Verluste bei Straumann-Implantaten

  • Auswertung einer gross angelegten klinische Studie zu mehr als 11 000 Implantaten in 2765 Patienten; Follow-up-Untersuchung nach 9 Jahren
  • Erstmaliger Nachweis, dass höhere Implantatverlustrate vom eingesetzten Implantattyp abhängig ist; Straumann Implantate mit niedrigster Verlustrate aller in der Studie untersuchten Implantattypen
  • Ergebnisse dieser Untersuchung höchst relevant für Zahnärzte, die ihre Implantatwahl auf unabhängige klinische Daten abstützen
  • Die unabhängige Studie wurde im hochangesehenen Journal of Dental Research publiziert

Basel 23. Dezember 2014 – Forscher1 an der Universität Göteborg in Schweden haben eine bahnbrechende Studie über den Kurz- und Langzeiterfolg von Zahnimplantaten bei einer grossen Zahl von zufällig ausgewählten Patienten veröffentlicht. Die Studie ist besonders relevant, weil Studien in der dentalen Implantologie meist nur bei kleinen Patientengruppen und durch eine geringe Anzahl ausgewählter Spezialisten durchgeführt werden.

Die Studienautoren erhielten Zugang zu den Patientendaten im nationalen Datenregister der schwedischen Sozialversicherungsbehörde von 2‘765 Patienten, die 2003 mit insgesamt 11 311 Implantaten behandelt worden waren. Die Daten wurden bei mehr als 800 Zahnärzten erhoben und enthielten Informationen zu den behandelten Patienten, den Behandlungsmethoden und den Ergebnissen der Implantatbehandlung. Darüber hinaus umfasste die Untersuchung auch die Daten von 596 Patienten, die nach einer Dauer von rund neun Jahren nach der jeweils abgeschlossenen Implantatbehandlung erhoben wurden.

Die Analyse dieser Daten ergab, dass sich bei 4,4% der Patienten ein Implantat-Frühverlust2 (1,4% der Implantate) und bei 4,2% der Patienten ein Implantat-Spätverlust2 ereignete (2,0% der Implantate). Insgesamt verloren fast 8% der Patienten mindestens ein Implantat.

Ein wichtiges Resultat der Studie besteht darin, dass die Implantatverlustrate vom eingesetzten Implantattyp abhängig war. In der Studie wurden Implantate von mehr als acht verschiedenen Implantatherstellern verwendet. Die am häufigsten verwendeten Implantate waren die der Hersteller Astra Tech, Nobel Biocare und Straumann. Neben der Ermittlung der Früh- und Spätverlustraten der einzelnen Implantattypen wurde in der Studie ausserdem die “Odds Ratio“ eines Implantatverlusts ermittelt. Im Vergleich zu den Implantaten von Straumann waren die „Odds Ratios“ eines frühen Implantatverlustes bei den Implantaten von Nobel Biocare und Astra Tech rund zweifach erhöht3; die „Odds ratios“ für einen späten Implantatverlust dieser Hersteller waren sogar um das Fünffache gegenüber den Implantaten von Straumann erhöht4. Die Implantate weiterer namhafter Hersteller wurden in einer separaten Gruppe zusammengefasst. Die „Odds Ratios“ eines Frühverlustes bei diesen „anderen“ Implantattypen waren verglichen mit Implantaten von Straumann nahezu achtmal3 und für einen späten Verlust fast sechzigmal höher3.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen, verfügten die Implantate von Nobel Biocare über eine TiUnite®-Oberfläche, diejenigen von Astra Tech über eine TiOblast®-Oberfläche, die Implantate von Straumann über eine SLA®-Oberfläche. 2005 – nur kurz nachdem die Patienten dieser Studie mit Implantaten behandelt wurden – führte Straumann seine weiter verbesserte SLActive®-Oberfläche ein. Diese Implantatoberfläche zeichnet sich im Vergleich mit der SLA-Oberfläche durch weiter verbesserte Einheilungseigenschaften aus, was durch präklinische und klinische Studien eindrucksvoll belegt werden konnte5.

«Diese Ergebnisse sind für all jene Zahnärzte wichtig, die bei ihren Patienten Implantate verwenden möchten, deren klinischer Erfolg auf der Grundlage unabhängig publizierter wissenschaftlicher klinischer Nachweise belegt ist. Beeindruckende Belege aus verschiedenen klinischen Langzeitstudien, die in hoch angesehenen Publikationen erschienen sind, unterstützen das Implantatsystem von Straumann. Dazu gehören auch die Daten über zehnjährige Überlebensraten von 97-99%, die in drei unterschiedlichen Studien mit über 600 Patienten erhoben wurden6. Unseres Wissens gibt es keine umfangreicheren, publizierten, spezifischen Langzeitdaten zu einem anderen führenden, derzeit erhältlichen Implantat», so Dr. Christoph Appert, Head of Research bei Straumann.

Die Studie wurden in einer klinischen Forschungsbeilage des Journal of Dental Research unter dem Titel «Effectiveness of Implant Therapy Analyzed in a Swedish Population: Early and Late Implant Loss’ by J. Derks, J. Håkansson, J.L. Wennström, C. Tomasi, M. Larsson, and T. Berglund, publiziert

www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25503901

 

Über Odds Ratios

„Odds“ stehen für die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt, dividiert durch die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht eintritt. Eine „Odds Ratio“ ist die „Odds“ einer Gruppe, dividiert durch die „Odds“ einer andere Gruppe. In dieser Studie wurden vier Implantattypen untersucht: Straumann, Nobel Biocare, Astra Tech und «andere» (vorwiegend Biomet 3i, CrescoTi, Xive, Frialit und Lifecore). Bei den Implantaten von Straumann wurde die kleinste Implantat-Verlustrate festgestellt, daher diente diese Verlustrate als Vergleichsmassstab. Entsprechend wurden die jeweiligen „Odds Ratios“ ermittelt, indem die „Odds“ der Implantate von Straumann durch jene der Implantate der anderen Gruppen dividiert wurden. Ist die Wahrscheinlichkeit eines Verlusts gering (d.h. weniger als 10%), entspricht die „Odds Ratio“ annähernd dem wirklichen relativen Risiko7.

Über Straumann

Straumann (SIX: STMN) mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein weltweit führendes Unternehmen für implantatbasierte, restaurative sowie regenerative Zahnmedizin. Zusammen mit führenden Kliniken, Forschungsinstituten und Hochschulen erforscht und entwickelt Straumann Dentalimplantate, Instrumente und CADCAM-Prothetik für Zahnersatzlösungen sowie Produkte für die Geweberegeneration resp. zur Verhinderung von Zahnverlusten. Insgesamt beschäftigt die Straumann-Gruppe rund 2’320 Mitarbeitende weltweit. Ihre Produkte und Dienstleistungen werden in mehr als 70 Ländern über eigene Vertriebsgesellschaften und ein breites Netz von Vertriebsunternehmen verkauft.