Ausgangslage
Zu den Behandlungsstrategien für den posterioren Oberkiefer mit reduzierter Kammhöhe gehört traditionell ein Sinusliftverfahren mit Implantaten in Standardlänge. In Anbetracht der gestiegenen Kosten, der insgesamt verlängerten Behandlungszeit und der erhöhten Patientenmorbidität wurden die Forschungsaktivitäten auf weniger invasive Therapieoptionen gelenkt. Dazu gehört in erster Linie die Insertion kürzerer Zahnimplantate mit und ohne freitragende Versorgungen.
Aufgezeigt wird ein Patientenfall mit zwei Implantaten in Standardlänge in Position 14 und 16 mit gleichzeitiger Sinus-Elevation und einer Nachbeobachtungszeit von 18 Jahren.
Eine 45-jährige Patientin benötigt eine umfassende Behandlung. Nach einer Hygienephase und einer chirurgischen Parodontaltherapie ist eine Zahnimplantattherapie in Position 14 und 16 geplant.
Die Röntgenuntersuchung ergab eine reduzierte Kammhöhe von 6 mm in Position 14 und von 4 mm in Position 16.
Nach der Lappen-Elevation wird eine Sinus-Elevation mit lateralem Fenster-Ansatz durchgeführt und Straumann Tissue Level Implantate, SP, Standardlänge werden gleichzeitig in Position 14 und 16 gesetzt.
Eine konventionelle Metall-Keramik-Restauration (dreigliedrige Brücke 14x16) wird eingesetzt.
Die Nachuntersuchung nach 18 Jahren zeigt ein stabiles marginales Knochenniveau und gesundes periimplantäres Gewebe. Während der 18-jährigen Follow-up-Phase traten keine Komplikationen auf.