#Ästhetik 03.12.2024

Langzeitergebnisse von Implantaten im posterioren Oberkiefer

Ein klinischer Fallbericht von PD Dr. med. dent. Nadja Naenni und Prof. Dr. med. dent. Daniel S. Thoma, Schweiz

Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums von Straumann beleuchtet diese Serie kurzer klinischer Fallberichte die Entwicklung und die anhaltende Qualität des Straumann-Portfolios. Die klinischen Fälle, die von renommierten Meinungsführern und Schweizer Universitäten beigesteuert werden, verdeutlichen die langfristigen Partnerschaften, die das Straumann-Portfolio über die Jahre gestärkt und erweitert haben. Im Laufe der Jahrzehnte hat Straumann immer wieder neue Massstäbe in der dentalen Implantologie, der Materialwissenschaft und der digitalen Zahnmedizin gesetzt. Jeder klinische Fall in dieser Serie unterstreicht das Engagement der Marke für Innovation, Präzision und Exzellenz. Von den ersten bahnbrechenden Implantaten bis hin zu den neuesten Fortschritten in digitalen Workflows und regenerativen Lösungen zeigen diese Fälle, wie Straumann-Technologien die Ergebnisse für Patienten nachhaltig verändern. Diese Sammlung spiegelt nicht nur die reiche Tradition der Marke wider, sondern unterstreicht auch ihr fortwährendes Engagement, die zahnmedizinische Versorgung durch innovative Forschung und Entwicklung voranzutreiben.

Ausgangslage

Zu den Behandlungsstrategien für den posterioren Oberkiefer mit reduzierter Kammhöhe gehört traditionell ein Sinusliftverfahren mit Implantaten in Standardlänge. In Anbetracht der gestiegenen Kosten, der insgesamt verlängerten Behandlungszeit und der erhöhten Patientenmorbidität wurden die Forschungsaktivitäten auf weniger invasive Therapieoptionen gelenkt. Dazu gehört in erster Linie die Insertion kürzerer Zahnimplantate mit und ohne freitragende Versorgungen. 

Aufgezeigt wird ein Patientenfall mit zwei Implantaten in Standardlänge in Position 14 und 16 mit gleichzeitiger Sinus-Elevation und einer Nachbeobachtungszeit von 18 Jahren.

 

Eine 45-jährige Patientin benötigt eine umfassende Behandlung. Nach einer Hygienephase und einer chirurgischen Parodontaltherapie ist eine Zahnimplantattherapie in Position 14 und 16 geplant.

Die Röntgenuntersuchung ergab eine reduzierte Kammhöhe von 6 mm in Position 14 und von 4 mm in Position 16.

Nach der Lappen-Elevation wird eine Sinus-Elevation mit lateralem Fenster-Ansatz durchgeführt und Straumann Tissue Level Implantate, SP, Standardlänge werden gleichzeitig in Position 14 und 16 gesetzt.

Eine konventionelle Metall-Keramik-Restauration (dreigliedrige Brücke 14x16) wird eingesetzt.

 

Die Nachuntersuchung nach 18 Jahren zeigt ein stabiles marginales Knochenniveau und gesundes periimplantäres Gewebe. Während der 18-jährigen Follow-up-Phase traten keine Komplikationen auf.